Nächste Vorstellungen
Di, 22.09. / 20:00 – 21:45
Stadt:Kollektiv
von Wajdi MouawadRegie: Bassam Ghazi
Schauspielhaus, Kleines Haus
Fr, 25.09. / 19:00
Stadt:KollektivUraufführung
Eine GegenwartserkundungTheaterparcours | Yeşim Nela Keim Schaub, Lisa Pottstock (Neid), CyberRäuber (Stolz), Theresa von Halle (Habgier), Kanade Hamawaki (Völlerei), Patricia Pfisterer (Zorn), Mariana Sadovska (Trägheit), ZOE (Wollust)
Central 2
Die Karten beinhalten den Eintritt zu »7 Todsünden« und »Paradise Lost All Over Again«.
Ausverkauft! Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Fr, 25.09. / 19:00
Stadt:KollektivUraufführung
7 Todsünden: Neidvon Yeşim Nela Keim Schaub, Lisa PottstockRegie Yeşim Nela Keim Schaub, Lisa Pottstock
Central 2
Die Karten beinhalten den Eintritt zu »7 Todsünden« und »Paradise Lost All Over Again«.
Ausverkauft! Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Mo, 28.09. / 19:00
Stadt:Kollektiv
Wir suchen Menschen von 16 bis 99 Jahren, die Spaß am Sammeln, Sortieren und Spielen haben.
Central Brücke
Eintritt frei — Wir bitten um Anmeldung
Di, 29.09. / 19:00
Stadt:Kollektiv
Wir suchen Menschen, die sich spielerisch und biografisch mit Heinrich Heine befassen wollen.
Schauspielhaus, Foyer
Eintritt frei — Wir bitten um Anmeldung
Do, 01.10. / 19:00
Stadt:Kollektiv
7 Todsünden: Neidvon Yeşim Nela Keim Schaub, Lisa PottstockRegie Yeşim Nela Keim Schaub, Lisa Pottstock
Central 2
Die Karten beinhalten den Eintritt zu »7 Todsünden« und »Paradise Lost All Over Again«.
Ausverkauft! Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Do, 01.10. / 19:00
Stadt:Kollektiv
Eine GegenwartserkundungTheaterparcours | Yeşim Nela Keim Schaub, Lisa Pottstock (Neid), CyberRäuber (Stolz), Theresa von Halle (Habgier), Kanade Hamawaki (Völlerei), Patricia Pfisterer (Zorn), Mariana Sadovska (Trägheit), ZOE (Wollust)
Central 2
Die Karten beinhalten den Eintritt zu »7 Todsünden« und »Paradise Lost All Over Again«.
Fr, 02.10. / 20:00 – 22:30
Stadt:Kollektiv
Die Drag-Show mit Effi Biest & Gäst:innen — jetzt im Central!
Central 1
Ausverkauft! Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Sa, 03.10. / 20:00 – 21:45
Stadt:Kollektiv
von Wajdi MouawadRegie: Bassam Ghazi
Schauspielhaus, Kleines Haus
Mi, 07.10. / 17:00 – 18:30
Stadt:Kollektiv
Schauspielhaus, Foyer
Yoga — Bringt bitte Sportkleidung und Yogamatten mit.
Eintritt frei
Do, 08.10. / 18:00 – 22:00
Stadt:Kollektiv
Drinks, Lieblingstexte, Showeinlagen und Live-Musik
Central Brücke
Eintritt frei
Sa, 10.10. / 20:00 – 21:45
Stadt:Kollektiv
frei nach William ShakespeareRegie: Bassam Ghazi
Schauspielhaus, Kleines Haus
So, 11.10. / 18:00 – 19:15
Stadt:Kollektiv
von Katharina Bill / Anton TschechowRegie: Katharina Bill
Central 2
Wir veröffentlichen regelmäßig neue Termine.
Mitmachen
Du hast Lust, Theater zu spielen? Dann bist du im Stadt:Kollektiv genau richtig! Die aktuellen Ausschreibungen findest du immer auf unserer Mitmachen-Seite.
Inszenierungen
Große Stoffe und Themen — professionelle Bedingungen — intensive Theaterproben! Jede Spielzeit bringen wir drei große Inszenierungen auf die Bühne.
Clubs
Theater spielen — eigene Geschichten auf die Bühne bringen — dein Ensemble finden! Alle kommenden, aktuellen und vergangenen Clubs findet ihr hier.
Veranstaltungen
Das Stadt:Kollektiv lädt auch regelmäßig zu verschiedenen Veranstaltungen ein – Bürger:innen-Dinner, Kleidertauschparty, Drag-Shows und vieles mehr.
Newsletter-Anmeldung
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Kontakt
Stadt:Kollektiv
Worringer Straße 140
40210 Düsseldorf
Telefon: 0211. 85 23 789
E-Mail: stadtkollektiv@dhaus.de
Worringer Straße 140
40210 Düsseldorf
Telefon: 0211. 85 23 789
E-Mail: stadtkollektiv@dhaus.de
Das Stadt:Kollektiv
Macht — Gefühle
Gefühle erscheinen privat. Macht wirkt öffentlich. Doch so einfach ist es nicht. Gefühle entstehen nicht im luftleeren Raum – sie werden bewertet und getriggert, unterdrückt und genährt. Wer darf seiner Wut freien Lauf lassen? Warum ist Geiz geil, wann kippt Stolz in Hybris? Und wie wird aus Befindlichkeiten eine gesellschaftliche Kraft?
Unter dem Spielzeitmotto „Macht – Gefühle“ lädt das Stadt:Kollektiv ein, diesen Verbindungen künstlerisch nachzugehen. Unsere Inszenierungen im Central und am Gustaf-Gründgens-Platz entstehen gemeinsam mit Menschen aus Düsseldorf und Umgebung – getragen von deren unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Geschichten. Zusammen fragen wir: Welche Gefühle prägen unsere Gegenwart? Und wer bestimmt eigentlich, welche angemessen sind?
Die Spielzeit startet mit dem jahrhundertealten Katalog der „bösen“ Gefühle: den sieben Todsünden. Neid, Stolz, Zorn, Wollust, Trägheit, Habgier und Völlerei erscheinen als individuelle moralische Verfehlungen. Doch vielleicht verraten sie uns heute mehr darüber, welche Emotionen eine Gesellschaft fürchtet – und warum. Besonders deutlich wird das beim Neid. Kaum ein Gefühl ist so unsexy – und zugleich so aufschlussreich für die gesellschaftliche Dimension von Macht. In Paradise Lost All Over Again schauen wir uns die Geschichten genauer an, die unsere Vorstellungen von Neid prägen: religiöse Narrative, Märchen und Mythen. In ihnen wird Rivalität auffällig oft zwischen weiblichen Figuren verhandelt. Die „neidische Frau“ gehört zu den hartnäckigsten Erzählmustern unserer Kultur und wirft die Frage auf, wer von kompetitiven Konstellationen profitiert und wie Solidarität gelingen kann.
Unter dem Spielzeitmotto „Macht – Gefühle“ lädt das Stadt:Kollektiv ein, diesen Verbindungen künstlerisch nachzugehen. Unsere Inszenierungen im Central und am Gustaf-Gründgens-Platz entstehen gemeinsam mit Menschen aus Düsseldorf und Umgebung – getragen von deren unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Geschichten. Zusammen fragen wir: Welche Gefühle prägen unsere Gegenwart? Und wer bestimmt eigentlich, welche angemessen sind?
Die Spielzeit startet mit dem jahrhundertealten Katalog der „bösen“ Gefühle: den sieben Todsünden. Neid, Stolz, Zorn, Wollust, Trägheit, Habgier und Völlerei erscheinen als individuelle moralische Verfehlungen. Doch vielleicht verraten sie uns heute mehr darüber, welche Emotionen eine Gesellschaft fürchtet – und warum. Besonders deutlich wird das beim Neid. Kaum ein Gefühl ist so unsexy – und zugleich so aufschlussreich für die gesellschaftliche Dimension von Macht. In Paradise Lost All Over Again schauen wir uns die Geschichten genauer an, die unsere Vorstellungen von Neid prägen: religiöse Narrative, Märchen und Mythen. In ihnen wird Rivalität auffällig oft zwischen weiblichen Figuren verhandelt. Die „neidische Frau“ gehört zu den hartnäckigsten Erzählmustern unserer Kultur und wirft die Frage auf, wer von kompetitiven Konstellationen profitiert und wie Solidarität gelingen kann.
Wurde in traditionellen Erzählungen Maßlosigkeit bestraft, so behauptet unsere Gegenwart, Gefühle seien selbstgemacht und fein justierbar. Liv Strömquists Graphic Novel Das Orakel spricht führt mitten hinein in diese Kultur der Selbstoptimierung, in der das gute Leben zwischen Influencer:innen und Motivationsrhetorik zum permanenten Projekt geworden ist. Glück erscheint nicht mehr als Möglichkeit, sondern wird zur Pflicht. Wer scheitert, hat sich offenbar nicht richtig im Griff.
Doch da bleibt etwas, das sich jeder Logik entzieht. Etwas, das sich nicht mäßigen, geschweige denn optimieren lässt. Goethes Werther verkörpert wie kaum eine andere literarische Figur diese Wucht der Empfindung. Seine radikale Liebessehnsucht wirkt heute zugleich befremdlich und erschreckend vertraut. „Ach, diese Lücke! Diese entsetzliche Lücke“ – womit lässt sie sich füllen? Das Stadt:Kollektiv versteht Theater als einen Ort, an dem Spannungen sichtbar werden: zwischen persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Strukturen, zwischen eigenwilligen Gefühlen und sozialen Kräften. Einen Ort, an dem nicht nur auf der Bühne verhandelt wird, was uns bewegt, sondern ganz unmittelbar zwischen den Menschen im Proberaum: Welche Gefühle verbinden uns? Welche trennen uns? Und wie gelingt Selbstermächtigung jenseits der bekannten Machtspiele?
Auch unsere Theaterprojekte, Clubs und Veranstaltungen sind in dieser Spielzeit dem Spannungsverhältnis von politischer Kraft und kraftvollem Gefühl gewidmet. Theaterspiel gibt Emotionen Raum, die im Alltag oft unterdrückt werden – und bei Kleidertauschparty und Drag-Show, Workshops und Yoga im Foyer entstehen neue Formen der Gemeinschaft, offen für alle.
Wir laden euch ein, mit uns zu fühlen, zu spielen und mitzureden.
Birgit Lengers
Künstlerische Leiterin Stadt:Kollektiv
Auf dem Bild: Lasse Scheiba, Birgit Lengers, Denise Hafermann, Nadine Pitthan