Positionen und Perspektiven

Gesprächsreihe mit Meron Mendel und Saba-Nur CheemaNächste Ausgabe: Positionen und Perspektiven 3 — Meron Mendel und Saba-Nur Cheema im Gespräch mit Nele Pollatschek und Abdul Kader Chahin — am 28. März um 19 UhrSchauspielhaus, Kleines Haus

Termine

https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Do, 28.03. / 19:00
Meron Mendel und Saba-Nur Cheema im Gespräch mit Nele Pollatschek und Abdul Kader Chahin
Schauspielhaus, Kleines Haus
Zu Gast: Nele Pollatschek und Abdul Kader Chahin

Über die Veranstaltung

Im Januar eröffnet das Düsseldorfer Schauspielhaus mit Meron Mendel, dem Direktor der Bildungsstätte Anne Frank und Autor, sowie der Politologin, Publizistin und Antirassismus-Trainerin Saba-Nur Cheema eine neue Gesprächsreihe, die der multiperspektivischen Auseinandersetzung gewidmet ist. In den einzelnen Ausgaben geht es mit wechselnden Schwerpunkten um die aktuelle politische Situation in Israel, Palästina und Deutschland. Dabei wird der Diskurs um Antisemitismuskritik und postkoloniale Rassismuskritik genauso thematisiert wie der Vormarsch der Rechten und Fragen des jüdisch-muslimischen Dialogs. Dialog soll, ja, muss weiterhin möglich bleiben. Meron Mendel und Saba-Nur Cheema werben eindringlich darum, wenn sie schreiben: »Es mag banal klingen, für mehr gegenseitiges Verständnis zu werben. Empathie eignet sich schlecht für Schlagzeilen oder reißerische Social-Media-Postings. Aber nichts ist banaler, als sich immer noch tiefer in seinen Vorurteilen einzugraben – und die eigene Gefühllosigkeit mit Radikalität zu verwechseln.«

Ab Februar laden Meron Mendel und Saba-Nur Cheema als Gastgeber:innen wechselnde Gäste ein.

Nächste Ausgaben

Positionen und Perspektiven 3: Meron Mendel und Saba-Nur Cheema im Gespräch mit Nele Pollatschek und Abdul Kader Chahin
am 28. März um 19 Uhr — Schauspielhaus, Kleines Haus
Im Januar haben Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank und Autor, sowie Politologin, Publizistin und Antirassismus-Trainerin Saba-Nur Cheema am D’haus eine Gesprächsreihe eröffnet. Die Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Frage, welche Auswirkungen der Konflikt im Nahen Osten auf Deutschland und die Migrationsgesellschaft hierzulande hat. Zur zweiten Ausgabe am 16.2. ist der Schriftsteller und habilitierte Orientalist Navid Kermani zu Gast. Am 28.3. sind Nele Pollatschek und Abdul Kader Chahin eingeladen. Nele Pollatschek schreibt u.a. für die Süddeutsche Zeitung und erhielt 2023 die Auszeichnung »Kulturjournalistin des Jahres«. Abdul Kader Chahin ist deutsch-palästinensischer Comedian und Podcaster und ab Herbst 2024 mit seiner ersten abendfüllenden Soloshow »ACHTE JETZT!« auf Tour.

Vergangene Ausgaben

Positionen und Perspektiven 1: Meron Mendel und Saba-Nur Cheema
Ein Gespräch über die Situation in Israel und Gaza – und in Deutschland — Moderation: Naomi Naegele — am 20. Januar 2024 um 19 Uhr — Schauspielhaus, Kleines Haus
Das Massaker der radikalislamistischen Hamas vom 7. Oktober 2023 hat nicht nur einen neuen Krieg in Israel und Palästina ausgelöst, der tausende Opfer auf beiden Seiten zur Folge hat und zu einer humanitären Katastrophe in Gaza führt. Der Überfall, bei dem Terroristen 1200 Menschen in Israel auf brutalste Weise töteten und mehr als 200 Geiseln nahmen, hat bei Jüdinnen und Juden auch die Überzeugung in Frage gestellt, dass es einen Ort auf der Welt gibt, der sie schützt, wenn andere dies nicht mehr tun.

Seitdem der Konflikt im Nahen Osten eskaliert, äußert sich auch in Deutschland Antisemitismus immer unverhohlener. Wieder einmal sind Jüdinnen und Juden in diesem Land bedroht und fühlen sich alleingelassen. Gleichzeitig empfinden viele Muslim:innen, dass die Gesellschaft in Deutschland das Leid der Palästinenser:innen im Gazastreifen und im Westjordanland ignoriert. Opferzahlen werden gegeneinander aufgerechnet, Rassismus und Antisemitismus gegeneinander in Stellung gebracht, als basierten nicht beide Phänomene auf menschenverachtenden Ressentiments. Die Polarisierung nimmt zu. Dabei ist es umso wichtiger zu differenzieren: Muslimische, palästinensische, arabische Menschen stehen nicht für die Hamas. Jüdinnen und Juden repräsentieren nicht die israelische Regierung.

Die Hamas ist keine Befreiungsbewegung. Sie kämpft weder für die Menschen in Palästina, noch für universalistische Werte. Das einzige Ziel der Hamas ist die Vernichtung jüdischen Lebens und des Staates Israel. Es ist nicht schwer, islamistischen Terror zu verurteilen. Es ist nicht schwer, Empathie für die Menschen in Gaza zu zeigen, die unter dem Krieg leiden. Es ist nicht schwer, um unschuldige Opfer auf beiden Seiten zu trauern.

Es gilt, »den Dissens in konstruktive Räume zu bringen«, wie Meron Mendel und Saba-Nur Cheema in ihrer Kolumne »Muslimisch-jüdisches Abendbrot« in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreiben. Beide verfügen über die Kompetenz und das Gespür, sich differenziert über das Verhältnis zwischen Juden und Jüdinnen und Muslim:innen zu äußern und konkrete Ideen für ein konstruktives Miteinander zu formulieren.
Positionen und Perspektiven 2: Meron Mendel und Saba-Nur Cheema im Gespräch mit Navid Kermani über Europa und den Nahen Osten
am 16. Februar 2024 um 20 Uhr — Schauspielhaus, Kleines Haus
In der zweiten Ausgabe am 16. Februar wird der Schriftsteller und habilitierte Orientalist Navid Kermani zu Gast sein. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage, welche Auswirkungen der Konflikt im Nahen Osten auf Deutschland und die Migrationsgesellschaft hierzulande hat. Gleichzeitig verharrt das Gespräch nicht in der deutschen Debatte und richtet den Blick auf die Lage in Nahost und ihre säkularen und religiösen Aspekte. Meron Mendel und Saba-Nur Cheema betonen: »Die Bereitschaft einander zuzuhören ist gerade wichtiger denn je. Im Idealfall gelingt es uns, eine Vielfalt von Positionen zu zeigen, die sich nicht zwangsläufig widersprechen, aber auf jeden Fall nicht identisch sind. Wir wünschen uns, dass wir gedanklich weiterkommen und nicht in unseren eigenen Schutzräumen verharren.«

Besetzung

Mit Meron Mendel und Saba-Nur Cheema

Aktuelles

Positionen und Perspektiven 1 — mit Meron Mendel und Saba-Nur Cheema — jetzt in der WDR3-Mediathek nachhören!

02.02.2024 — Am 20. Januar haben Meron Mendel, der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank und Autor, sowie die Politologin, Publizistin und Antirassismus-Trainerin Saba-Nur Cheema zum ersten Mal zu ihrer neuen Gesprächsreihe »Positionen und Perspektiven« in das Düsseldorfer Schauspielhaus geladen. Das Gespräch über Europa und den Nahen Osten moderiert von Naomi Naegele können Sie jetzt in der WDR-Mediathek anhören.