Macbeth

von William ShakespeareDeutsch von Thomas BraschPremiere am 19. November 2021Schauspielhaus, Großes HausSchauspiel

Termine

https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Do, 28.03. / 19:30 – 21:30
18:45 Einführung
Schauspiel
von William Shakespeare Regie: Evgeny Titov
Schauspielhaus, Großes Haus
https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Sa, 06.04. / 19:30 – 21:30
Schauspiel
von William Shakespeare Regie: Evgeny Titov
Schauspielhaus, Großes Haus
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Über das Stück

Angestachelt von den ebenso vielversprechenden wie rätselhaften Prophezeiungen dreier Hexen und geleitet von den Einflüsterungen seiner Lady ebnet sich der ehrgeizige Krieger Macbeth den Weg zum Thron. Dabei ist er durchaus bereit, über Leichen zu gehen: Grausam ermordet er den Schottenkönig Duncan im Schlaf. Doch der Traum von der Macht währt nur kurz. Von Schuldgefühlen und Wahnvorstellungen gepeinigt verfängt sich Macbeth in einem Netz aus Intrigen und Verrat. Noch schrecklichere Morde folgen, aber kein noch so großes Verbrechen vermag den selbsternannten König vor dem Abgrund der eigenen Seele zu retten.

»Macbeth«, eine der letzten großen Tragödien Shakespeares, ist vielleicht sein dunkelstes Stück: Der Glaube des Individuums an die eigene Handlungsmacht, an Wirklichkeit und Wahrheit ist hier zutiefst erschüttert. Finstere Kräfte wirken in jedem einzelnen Menschen, wiederholen sich in der Historie, finden sich in den gesellschaftlichen Strukturen genauso wie in Bildern, Fantasien und Erzählungen.

Regisseur Evgeny Titov verleiht in seiner Inszenierung dem Bösen Gestalt und fragt nach dem Irrationalen, das in jedem von uns steckt. Ein Blick in die Tiefen der Psyche. Angst bestimmt diesen Blick – eine Angst, die auch der größte Tyrann nicht überwinden kann. Die Rolle des Macbeth spielt André Kaczmarczyk, die der Lady Manuela Alphons.

Besetzung

Duncan, König von Schottland Rainer Philippi
Malcolm, sein Sohn Claudius Steffens
Macbeth, Than von Glamis André Kaczmarczyk
Lady Macbeth Manuela Alphons
Banquo, schottischer General Matthias Buss
Macduff, Than von Fife Sebastian Tessenow
Lady Macduff Claudia Hübbecker
Macduffs Sohn Moritz Klaus
Lady Banquo Laura Peters
Fleance, ihr Sohn Rafael Wohlleber / Maximilian Wrieden
Amme Frederike Bohr
Macduffs Tochter Kassandra Giftaki / Violetta Sapunkov
Regie Evgeny Titov
Bühne Etienne Pluss
Kostüm Esther Bialas
Licht Konstantin Sonneson
Dramaturgie Janine Ortiz

Dauer

2 Stunden — keine Pause

Das Kostümbild von »Macbeth«

— Vom Plissee zur Spitze, von der Idee zum Design
Macbeth ist eines der berühmtesten und dunkelsten Stücke Shakespeares. Ausstattungsstark und bildmächtig erscheint die Inszenierung von Evgeny Titov. Neben den brillanten Darsteller:innen und dem opulenten Bühnenbild fallen die historischen Kostüme besonders ins Auge. In diesem Video gibt Kostümdesignerin Esther Bialas Einblick in ihre Arbeit und die ihrer Kolleg:innen der Kostümwerkstätten des Düsseldorfer Schauspielhauses.

Pressestimmen

Evgeny Titovs Inszenierung trumpft am Düsseldorfer Schauspielhaus mit abgründiger Bildmacht auf. […] Die Lady – eine herbe, mondäne, zeremonielle Dame (Manuela Alphons) […] Kaczmarczyks Macbeth, der musterhaft zuvorkommend, zartbesaitet, ungezogen, brillant erscheinen kann und als übermütiger Tausendsassa, fällt zwischendurch ins Entgeisterte seines Erwachsenenseins
nachtkritik, 20.11.2021
In der Titelrolle des Stücks brillierte André Kaczmarczyk […] Ein großer, nachhallender Shakespeare-Abend.
Rheinische Post, 22.11.2021
Manuela Alphons als Lady Macbeth macht klar, dass sie der böse Geist und Herrin im Hause ist […] Bewundernswert ist erneut die Wandlungsfähigkeit und die Energie von André Kaczmarczyk, der die vielen Facetten des jungen Mörders in immer wieder neuen Tonlagen beschwört und das Psychogramm eines von Geistern ferngesteuerten Wesens entwirft. Titovs Regie arbeitet das mit bestechender Klarheit heraus. [...] Fazit: Ein großer Shakespeare-Abend in Düsseldorf. Stehende Ovationen für Regie, Bühne und Schauspieler.
WZ, 22.11.2021