Dorian

Text von Darryl Pinckney nach Motiven von Oscar Wilde aus dem Englischen von Konrad KuhnUraufführung am 9. Juni 2022Schauspielhaus, Großes HausSchauspiel

Termine

https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Do, 14.03. / 19:30 – 21:00
Schauspiel
Text von Darryl Pinckney nach Motiven von Oscar Wilde Konzept, Regie, Bühne, Licht: Robert Wilson
Schauspielhaus, Großes Haus
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Über das Stück

Robert Wilson zählt zu den bedeutendsten Theatermacher:innen unserer Zeit. Seine Arbeiten verbinden Elemente aus Tanz, Performance, Architektur, Malerei, Musik und Schauspiel. Am Düsseldorfer Schauspielhaus hat Robert Wilson mit »Der Sandmann« spektakuläre Theaterkunst und die in den letzten Jahren meistgespielte und gastierende Inszenierung geschaffen. Mit »Dorian« kreierte er in der Spielzeit 2021/22 einen neuen Abend für das Düsseldorfer Schauspielhaus und ein Solo für den Schauspieler Christian Friedel.

Der Maler Francis Bacon überrascht den Kleinkriminellen George Dyer beim Einbruch in sein Atelier. Statt die Polizei zu rufen, lässt er ihn Modell sitzen. Die beiden werden ein Paar. Der Maler Basil Hallward ist besessen von seinem Modell Dorian Gray. Gray wünscht sich, das Gemälde würde statt seiner altern. Der Dichter Oscar Wilde ist der Liebling der Londoner Gesellschaft – bis er wegen »unsittlicher Beziehungen« zu seinem Geliebten Alfred Douglas ins Gefängnis muss.

Regisseur Robert Wilson hat den Anstoß zu Darryl Pinckneys Text »Dorian« gegeben und macht aus dem Stoff einen Abend über das Leben und die Kunst. Drei Geschichten, die des Romans »Das Bildnis des Dorian Gray«, die der englischen Malerikone Francis Bacon und die des Autors Oscar Wilde, mehr oder weniger fiktiv und zugleich voll tiefer Wahrheiten: Der US-amerikanische Autor Pinckney vereint sie zu einem assoziativen Erzählfluss, in dem sich Erinnerungen an Erlebtes, Reflexionen und Gefühle überlagern.

Audio­einführung

Besetzung

Konzept, Regie, Bühne, Licht Robert Wilson
Kostüm Jacques Reynaud
Originalkomposition Woods of Birnam
Ko-Regie Ann-Christin Rommen
Ko-Bühnenbild Stephanie Engeln
Ko-Lichtdesign Marcello Lumaca
Video Tomasz Jeziorski
Make-Up-Design Manu Halligan
Ko-Kostüm Louise B. Vivier
Sound-Design Torben Kärst
Dramaturgie, musikalische Beratung Konrad Kuhn
Dorians Schatten Jeremia Franken
Stimme im Radio Darryl Pinckney

Dauer

1 Stunde 30 Minuten — keine Pause

Kopro­duktion

Eine Produktion des Düsseldorfer Schauspielhauses in Koproduktion mit dem National Kaunas Drama Theater und dem Staatsschauspiel Dresden

Danke

Wir danken CENTRUM für die partnerschaftliche Unterstützung

Trailer

Pressestimmen

Ein Solo – und ein Triumph – für den Schauspieler Christian Friedel. Ein Meisterstück brillanter, fokussierter Schauspielkunst.
Süddeutsche Zeitung, 10.06.2022
Ein Feuerwerk dank Christian Friedel. Ich habe lange nicht mehr eine so überragende schauspielerische Leistung gesehen. Ein absolut besonderer Abend. Das Publikum ist ausgerastet vor Jubel.
Deutschlandfunk Kultur, 09.06.2022
Eine Ein-Mann-Show für den famosen Schauspieler und Alleskönner Christian Friedel, und die ist perfekt. Nach dem Ende der Show explodiert der Saal. Stehende Ovationen für Friedel, Pinckney und natürlich für ihn, den achtzigjährigen unverwüstlichen Großmeister Bob Wilson.
Nachtkritik, 10.06.2022
»Sein Körper war sein Instrument«, heißt es in dem Text von Darryl Pickney, einer tollen Montage aus Wilde-Zitaten und eigenem Zutun. Klug, herausfordernd und poesievoll – ein Essay über die Schönheit, das Fleisch, die Ich-Sucht, das Chaos des Herzens, die Tyrannei der Fantasie, die Angst und die Unendlichkeit des Leidens.
Theater heute, 01.08.2022
Friedel ist der Alleinunterhalter, der Mann, der den Löwen auch noch spielen will, ein Entertainer, der keinen Effekt auslässt, bei dem jeder Hüftschwung, jede Geste, jeder Tanzschritt sitzt, der hinreißend singt, mit der Zunge schnalzt, verschwörerisch ein Auge zukneift und im Rhythmus des Klickens der imaginären Kameras die Posen wechselt. Den Szenenapplaus, der ihm mehrfach im Laufe dieses Abends gespendet wird, scheint er mit beiden Händen ans Herz zu drücken, als wollte er sagen: Her damit, ich hab’s verdient. Hat er auch.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.06.2022
Ein wunderschön gruseliger Theaterabend, einer, der mehr fühlen als denken lässt. Und das ist gut so.
ZDF Morgenmagazin, 03.06.2022
Mit Robert Wilsons spektakulärer Inszenierung von »Dorian« feiert die Kunst sich selbst. Umjubelt wird in diesem Solostück ein überragender Christian Friedel. Wer jetzt nicht von Christian Friedel spricht, wird an diesem Theaterabend einfach gefehlt haben.
Rheinische Post, 10.06.2022
Christian Friedel – Stimmakrobat, Bandleader und virtuoser Rocksänger, erfolgreicher TV- und brillanter Bühnenschauspieler – zieht in der Nummer-Show »Dorian« alle diese Register. Sicherlich ist diese Robert-Wilson und Christian-Friedel-Show ein Knüller.
Westdeutsche Zeitung, 11.06.2022
Die Inszenierung erinnert an das von Wilson, Tom Waits und William S. Burroughs verfasste Kult-Musical »The Black Rider«. Artifizielles Entertainment in absoluter Perfektion.
SWR2, 10.06.2022
Der Meister ist zurückgekehrt mit diesem 90-minütigen Abend. Ein Solo für den Regisseur und Gestalter Wilson, für den alleinigen Interpreten Christian Friedel – und für Oscar Wilde, zu dem hin die Worte und Gedanken stetig überblenden.
kultur.west, 10.06.2022
Konzept, Regie, Bühne und Licht: alles macht und kann Theater-Tausendsassa Wilson mit ganz viel Liebe zum Detail. Der Meister versteht es immer wieder, mit minimalistischen Andeutungen beim Zuschauer Bilderwelten auszulösen. Der Text von Darryl Pinckney nach Motiven von Oscar Wilder passt wie maßgeschneidert zu Wilsons Bildern wie ein Anzug aus der Londoner Savile Row. »Dorian« ist Solostück für einen furiosen Darsteller: Christian Friedel.
The Düsseldorfer, 11.06.2022
Was Christian Friedel hier abliefert als Schauspieler ist einfach so sagenhaft, dass es sich allein dafür schon lohnt, sich das anzugucken.
WDR, 10.06.2022
Viel Applaus für einen inspirierenden Abend mit einem hervorragenden Schauspieler und einer Inszenierung, die vielleicht eine der persönlichsten Arbeiten von Robert Wilson ist.
3sat Kulturzeit, 10.06.2022