Romeo und Julia

frei nach William ShakespearePremiere am 13. September 2024Schauspielhaus, Kleines HausStadt:Kollektiv

Über das Stück

Seht zwei Häuser hier von gleichem Stand,
wo alter Hass setzt neue Wut in Brand,
wo Bürgerkrieg ist höchstes Bürgerglück.
Zwei Elternpaare, Feinde voller Wut,
stoßen die Tochter und den Sohn zur Welt,
doch Kinderliebe stirbt in Kinderblut,
das ihren Eltern ihren Krieg vergällt.

Es herrscht Krieg. Zwei Häuser, zwei Familien, bis aufs Blut verfeindet. Inmitten des Konflikts die Kinder, Romeo und Julia. Eine Liebe ohne Zukunft. Doch diese Jugend verweigert den Tod, will sich nicht opfern – weder für alten Hass, junge Liebe noch für ihr Haus. Aber in welchem Land und in welchem Konflikt befinden wir uns im Jahr 2024? Geht es um Israel und Palästina, Russland und Ukraine, AfD und Antifa?

Mit einem diversen Ensemble zwischen 14 und 62 Jahren hinterfragt Regisseur Bassam Ghazi die Möglichkeit eines Friedens über den Gräbern der Kinder. Rückblickend, inmitten der Zerstörung erzählt das Ensemble, erfindet Alternativen, spielt Varianten durch, sucht Auswege. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann wurden sie reich, wohlgenährt und gewöhnlich. Aber was wird dann aus der größten Liebesgeschichte aller Zeiten, und wo bleibt die Romantik?

Besetzung

Mit Bela Karl Ternes, Alrun Juman Göttmann, Layan Baker, Zoltán Selo, Thien Kim Phan, Beate Söhngen, Kristina Karst -El Scheich, Mina Gamoori, Ylber Zaimi, Masha Shafit, Caro Müller, Lou Magnus Heckhausen, Violeta Mikic, Christian Schwarz-Schier, Eli Aliashvili
Regie Bassam Ghazi
Kostüm Maria Lucía Otálora
Video Viktoria Gurina
Choreografie Ronni Maciel
Dramaturgie Birgit Lengers