Lulu

von Frank Wedekind
Premiere am 15. Februar 2020 — Schauspielhaus, Großes Haus

Rheinische Post
17.02.2020
Sonnenbichler befreit diese monströse Figur aus ihrer unverschuldeten Unmündigkeit. Sie legt ihrer Lulu jede Menge Text aktueller feministischer Autorinnen in den Mund, lässt sie wie Virginie Despentes, wie Caroline Rosales oder Margarete Stokowski über Körper, Sexualität, weibliche Rollenmuster sprechen, während sie mit wechselnden Ehemännern den sozialen Aufstieg probt. Diese Lulu reflektiert, was geschieht, sie handelt in vollem Genderbewusstsein. Sie erfüllt keine Männerfantasien, sondern spielt mit ihnen. Eine Performerin. Eine Emanze. Lieke Hoppe ringt der theoretischen Aufblähung der Tragödie möglichst viel Leben ab, ist launisch, aggressiv, lebenshungrig, kindisch, charmant, provozierend, lockend, schmeichelnd, ironisch, immer überlegen. [...] Eine gegenwärtige, selbstbewusste Lulu, die sich die Männer vornimmt, sie durchschaut und abserviert.

Westdeutsche Zeitung
17.02.2020
Lieke Hoppes Schauspielkunst ist über jeden Zweifel erhaben. Sie wird die Geschichte von Prometheus und Pandora erzählen. Erster brachte den Menschen das Feuer, Letztere ist das „schöne Übel“, die Frau, die als „wunderschöne“ Strafe zu den Menschen geschickt wird versehen mit einer Büchse, die alles Übel enthält – und die Hoffnung. Am Ende mit umgedrehten Vorzeichen, in denen Pandora ein Mann und Prometheus eine Frau ist.

Neue Düsseldorfer Online Zeitung
17.02.2020
Diese Inszenierung, diese Lulu, schafft es in Düsseldorf, die Lulu vom nur hübschen Kopf auf eigene Füße zu stellen. [...] Ein Parforce-Act hervorragender Schauspielkunst. Stehende Ovationen und minutenlanger Jubel für Lieke Hoppe, das Ensemble und die Regisseurin.


Besetzung


Dauer

2 Stunden, 45 Minuten — eine Pause