Time to Shine

Tanz- und Theaterspektakelvon Takao Baba und EnsembleFür hörende, schwerhörige und Taube Menschenab 12 JahrenUraufführung am 10. September 2023Münsterstraße 446, BühneJunges Schauspiel

Über das Stück

Stell dir vor, du bist in einer Gameshow und weißt nicht, weshalb du eingeladen wurdest. Die weiteren Kandidat:innen treffen ein. In der Show soll eine neue KI vorgestellt werden. Der exzentrische Showmaster tritt unter Jubel auf. Die Spielregeln sind einfach, es wird gespielt, erzählt, getanzt. Seltsam, dass Kandidat Nr. 7 nicht auftaucht. Die Mitspieler:innen werden ungeduldig. Ungerecht, dass einer im Game ist, der nicht mitspielt. Als immer mehr Anzeichen dafürsprechen, dass Nr. 7 nie mehr kommen wird, platzt aus dem Showmaster heraus, was es mit der KI auf sich hat: Sie kann das Lebensende voraussagen. Die Show soll die Reaktion der Kandidat:innen auf die ihnen verbleibende Zeit live einfangen. Voller Wut stoppen diese den Showmaster und beginnen, ihre Träume miteinander zu teilen. Wie ist es, gesehen und geliebt zu werden? Was heißt es, die Zeit, die dir gegeben ist, zu nutzen, zu genießen? Werden sie die KI zerschlagen und ihre eigene Lebenszeit (er-)finden?

»Time to Shine« war die Eröffnungsinszenierung der Spielzeit 2023/24 im Jungen Schauspiel. Neben dem Ensemble des Jungen Schauspiels treten der mehrfache Deutsche und Europameister im Hip-Hop Dodzi Dougban sowie der vielen als Gebärdensprachdolmetscher aus der »Tagesschau« bekannte Performer Rafael-Evitan Grombelka auf. Gemeinsam mit den Hip-Hop-Tänzern Bounracksa Phomkoumphon und Solomon Quaynoo sowie der Tänzerin Sarena Bockers und Studierenden der Folkwang Universität der Künste entsteht ein berührendes Spektakel. Der Düsseldorfer Choreograf Takao Baba, entwickelt mit Komponist und Videokünstler Riccardo Castagnola Beats und Bilder. Der Taube Londoner Aesthetics-of-Access-Artist Ben Glover unterstützt die Theaterarbeit, des zum Teil Gehörlosen Ensembles, um sie auf spektakuläre Weise für hörende, schwerhörige und Taube Menschen gleichermaßen zugänglich zu machen.
Die Inszenierung wurde zum Heidel­berger Stücke­markt 2024 und zum Westwind Festival 2024 eingeladen. — »Time to Shine« auf Reisen: Die Inszenierung ist in dieser Spielzeit noch einmal am 4. Juni um 10 Uhr im Rahmen des Festivals Westwind in Essen sowie am 29. Juni um 16 Uhr im Rahmen eines Gastspieles im KJT am Theater Dortmund zu sehen. www.westwind-festival.de und www.theaterdo.de

Besetzung

Regie und Choreografie Takao Baba
Musik und Video Riccardo Castagnola
Kostüm Martina Lebert, Alyssa Töller
Licht Christian Schmidt
Dramaturgie Kirstin Hess
Übersetzung der Moderation in DGS Rafael-Evitan Grombelka
Aesthetics of Access Ben Glover
Theaterpädagogik Lena Hilberger, Ilka Zänger
Gebärdensprachdolmetscher:innen der Proben Stella Böttcher, Konstanze Bustian, Stella Papantonatos, Eva Vogel, Jan Wolf
Produktionsberatung Access Maker by Un-Label

Dauer

1 Stunde 15 Minuten — keine Pause

Kooperation und Förderung

In Kooperation mit dem Studiengang Physical Theatre der Folkwang Universität der Künste. Gefördert im Programm Jupiter der Kulturstiftung des Bundes

Hinweise

Zugänglichkeit
Die Inszenierung ist für hörende, schwerhörige und Taube Menschen. — Das Wort Taub wird groß geschrieben, um zu signalisieren, dass damit eine eigene Kultur und Identität verbunden ist.
Stückbeschreibung in Deutscher Gebärdensprache
Programmheft in Deutscher Gebärdensprache

Trailer

Teaser

— In Deutscher Lautsprache und Deutscher Gebärdensprache

Pressestimmen

Die Uraufführung von »Time to Shine« von Takao Baba eröffnet die Spielzeit am Jungen Schauspiel. Das Spektakel für hörende und gehörlose Menschen ist ein wichtiges Experiment in Sachen Barrierefreiheit. Die Choreografien sind packend und schmissig. Charismatische Performer. Viel Szenenapplaus erntet zu Recht die »Robot Battle«, in der alle als Roboter tanzen müssen. Die aufwendige Musik- und Videoinstallation von Riccardo Castagnola sorgt dafür, dass die Bühne (Martina Lebert) immer anders wirkt, obwohl es kaum Umbauten gibt. Tanz trifft auf Kapitalismuskritik und Science-Fiction, gepaart mit philosophischen Fragen. Dem jungen Publikum, ob hörend oder nicht, scheint es zu gefallen.
Rheinische Post