Krieg und Frieden

von Lew Tolstoi / Armin PetrasPremiere am 21. Februar 2026CentralSchauspiel

Termine

https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Do, 14.05. / 15:00 – 21:00
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SchauspielNur noch wenige Vorstellungen
von Lew Tolstoi / Armin Petras Regie: Tilmann Köhler
Central
Nur noch wenige Karten verfügbar!
https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Fr, 12.06. / 17:00 – 23:00
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SchauspielZum vorletzten Mal!
von Lew Tolstoi / Armin Petras Regie: Tilmann Köhler
Central
https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Sa, 04.07. / 17:00 – 23:00
16:15 Einführung
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SchauspielZum letzten Mal!
von Lew Tolstoi / Armin Petras Regie: Tilmann Köhler
Central

Über das Stück

In der Mitte dieser Spielzeit steht mit Lew Tolstois »Krieg und Frieden« eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur, das als große Ensembleproduktion im Central zur Aufführung kommt. Unter Verwendung des Originaltextes hat Armin Petras für das Düsseldorfer Schauspielhaus ein Stück geschrieben, das die überbordende Vorlage zu einem intensiven fünfstündigen Theatererlebnis verdichtet. Auf einer von Bühnenbildner Karoly Risz für das Central entworfenen Raumbühne verkörpern 13 Schauspieler:innen mehr als 35 Figuren des eindrücklichen Gesellschaftspanoramas in der Zeit der Napoleonischen Kriege zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Die gegensätzlichen Begriffe Krieg und Frieden markieren zwei Enden einer Skala, auf der sich das Leben der Menschen seit jeher abspielt. Der Text spürt der Frage nach, wie sich Krieg im Politischen und Privaten äußert, und ragt damit weit in unsere konfliktreiche Gegenwart hinein.

Im Zentrum der Handlung stehen die drei Familien des intriganten Fürsten Kuragin, des altväterlichen Adelsmarschalls Rostow und des preußisch strengen Fürsten Bolkonsky. Pierre Besuchow, der illegitime Sohn eines reichen Würdenträgers und Salonhelden der alten Zeit, stellt im Laufe der Handlung die Verbindung zwischen diesen drei Familien her: Er ist Freund des jungen Fürsten Andrej Bolkonsky, wird von Fürst Kuragin als Ehemann für seine Tochter Hélène gewonnen und heiratet schließlich Natalija Rostowa. Auch zwischen den Kriegsparteien wirkt er als Bindeglied: Anfänglich glühender Napoleon-Verehrer, dann als Beobachter auf dem Schlachtfeld bei Borodino, gerät er in französische Gefangenschaft, begleitet den Rückzug der Grande Armée und wird erst durch einen Partisanenüberfall befreit. »Pierre Besuchow verkörpert für Tolstoi das Suchen nach der Wahrheit des Lebens; weil er sich nicht entschließen kann, welchen Weg er gehen soll, experimentiert er mit dem Leben, um immer wieder zu scheitern«, schreibt die bekannte Tolstoi-Übersetzerin Barbara Conrad.

Regie führt Tilmann Köhler, dessen Arbeiten sich durch große Erzähllust und ein hohes politisches Bewusstsein auszeichnen. Am Düsseldorfer Schauspielhaus inszenierte er u. a. Shakespeare und Fallada.

Der Ticketpreis beinhaltet die Pausenverpflegung und ein Getränk.

Weitere Informationen

Zur Handlung
1. Teil (1805)
Im Salon der Anna Scherer versammelt sich die Petersburger Elite und diskutiert über Napoleon, Politik und Krieg in Europa. Während die Gesellschaft zwischen Bewunderung für den französischen Kaiser und Angst vor einer Invasion schwankt, rücken die Familien Bolkonsky, Rostow und Besuchow ins Zentrum. Fürst Andrej Bolkonsky zieht als Adjutant des russischen Feldherren Kutusow in den Krieg und lässt seine schwangere Frau Lisa in der Obhut seines strengen Vaters und seiner fürsorglichen Schwester auf dem Familiengut zurück. Andrejs Freund Pierre Besuchow, als glühender Bewunderer Napoleons erst vor kurzem aus Frankreich zurückgekehrt, wo er die für jene Zeit typische Erziehung eines Adligen erhielt, wird nach dem Tod seines Vaters unerwartet zu einem der vermögendsten Männer Russlands. Fürst Wassili Kuragin arrangiert Pierres Heirat mit Hélène, doch die Beziehung ist schnell zerrüttet. Bei den Rostows wachsen die Kinder Nikolai, Natalija und Petja in scheinbar unbeschwerter Atmosphäre auf: Nikolai geht als Offizier voller Begeisterung an die Front und lässt seine Jugendliebe Sonja zurück, Natalija erlebt erste Liebschaften und gesellschaftliche Feste. Die militärische Niederlage Russlands in der Schlacht bei Austerlitz im Dezember 1805 und politische Spannungen kündigen an, dass der Krieg bald alle Lebensbereiche erfassen wird.
2. Teil (1806 – 1811)
Nikolai kehrt mit seinem Freund Denissow aus dem Krieg zurück und wird von der Familie herzlich empfangen. Auf dem Landgut des Grafen Bolkonsky trifft ein Brief vom vermeintlichen Tod Andrejs auf dem Schlachtfeld ein. Lisa stirbt bei der Geburt ihres Sohnes. Nach ihrem Tod zieht sich Andrej aus dem gesellschaftlichen Leben zurück und beginnt, sein bisheriges Streben nach Ruhm und militärischem Erfolg grundlegend zu hinterfragen. Nikolai verschärft die ohnehin angespannte finanzielle Situation der Familie, als er gegen Dolochow im Kartenspiel verliert. Er ist froh, wieder in den Krieg zu ziehen. Nachdem die Beziehung zwischen Pierre Besuchow und Hélène Kuragin zerbricht, schließt sich Pierre den Freimaurern an, um einen Sinn im Leben zu finden. Im Juli 1807 kommt es zum Frieden von Tilsit. Für kurze Zeit scheint Ruhe einzukehren. Pierre und Andrej streiten über die Befreiung der Bauern und neue gesellschaftliche Ordnungen; während Pierre an moralischen Fortschritt glaubt, zeigt sich Andrej desillusioniert – doch im Gespräch beginnt in ihm erstmals seit Austerlitz und dem Tod Lisas wieder Hoffnung aufzukeimen. Auf einem Ball begegnen sich Andrej und die inzwischen erwachsene Natalija Rostowa wieder und verloben sich. Auf Drängen seines Vaters verschiebt Andrej die Hochzeit jedoch und reist ins Ausland. Während der Trennung lässt sich Natalija auf Anatol Kuragin ein. Unter seinem Einfluss plant sie die gemeinsame Flucht, die im letzten Moment verhindert wird. Der Skandal zerstört die Verlobung; Andrej zieht sich tief verletzt zurück. Natalija gerät in eine innere Krise, die bis zu einem Suizidversuch führt.
3. Teil (1812 – 1813)
Fünf Jahre nach dem Frieden von 1807 marschiert Napoleon 1812 in Russland ein. Der Feldzug ist kein Eroberungskrieg, sondern der Versuch Napoleons, Russland politisch und wirtschaftlich zu unterwerfen, nachdem das Bündnis zerbrochen ist. Auch Adel und Kaufleute werden zur Landesverteidigung aufgerufen. Kutusow setzt auf Rückzug und Zermürbung. Smolensk brennt. Pierre reist als Zivilist an die Front und erlebt die Schlacht von Borodino als schockierende Kriegserfahrung. Moskau wird aufgegeben – ein Schritt, mit dem Napoleon nicht gerechnet hatte. Auch die Rostows verlassen die Stadt. Andrej kehrt schwer verwundet aus dem Krieg zurück; an seinem Sterbebett begegnen er und Natalija einander ein letztes Mal. Auf dem Land kämpfen Bauernmilizen ebenso wie reguläre Truppen. In Moskau gerät Pierre in französische Gefangenschaft und begleitet den Zusammenbruch von Napoleons Armee im Winter. D’haus — Krieg und Frieden 11 Hunger, Tod und Erschöpfung prägen den Rückzug, dessen Beginn Napoleon zu lange hinausgezögert hat. Bei einem Partisanenangriff fällt Petja Rostow, der jüngere Bruder von Nikolai und Natalija. Gleichzeitig gelingt Pierre die Flucht. Marja Bolkonskaya und Nikolai Rostow entscheiden sich für ein gemeinsames Leben. Der Krieg endet nicht mit einem Sieg, sondern mit einem erschöpften Land, dessen Überlebende in eine veränderte Wirklichkeit zurückkehren. Bei Tolstoi heißt es im Epilog: »Das aufgewühlte Meer der europäischen Geschichte hatte sich wieder in seine Ufer zurückgezogen. Es schien sich beruhigt zu haben; doch die geheimen Kräfte, die die Menschheit bewegen, wirkten weiter.«
Notizen zu den Figuren
Die folgende Übersicht versammelt zentrale Figuren aus »Krieg und Frieden« und skizziert ihre Beziehungen, Konflikte und Lebenswege. Sie dient als Orientierung im dichten Personengeflecht der Inszenierung. Hinweis: Die Anmerkungen zu den Figuren enthalten Spoiler und zentrale Wendepunkte der Handlung.
Familie Besuchow
Graf Besuchow zählt zu den höchsten Würdenträgern und den vermögendsten Adligen Russlands. Er stirbt ohne eheliche Kinder. Er erkennt Pierre als legitimen Sohn an und setzt ihn in seinem Testament überraschenderweise als alleinigen Erben ein.

Pierre Besuchow, unehelicher Sohn und Erbe des Grafen, ist mit Andrej Bolkonsky und der Familie Rostow verbunden und heiratet Hélène Kuragin. Zwischen Napoleon-Begeisterung, Freimaurerei und Reformversuchen auf seinen Gütern sucht er nach dem richtigen Leben; er wird Zeuge der Schlacht von Borodino, gerät in Gefangenschaft und wird beim Rückzug der Grande Armée befreit.

Emily Besuchowa gehört zur Verwandtschaft des Grafen und ist in die Intrigen um das Erbe eingebunden.

Anna Michailowna ist eine verarmte, entfernte Verwandte der Familie Besuchow. Sie nutzt ihre Beziehungen, um die Karriere ihres Sohnes Boris zu fördern.

Boris tritt als Offizier in den militärischen Dienst ein. Seine Mutter arbeitet beharrlich daran, ihm eine Adjutantenstelle zu sichern.
Familie Bolkonsky
Fürst Bolkonsky ist ein strenger General im Ruhestand. Mit seiner Tochter Marja lebt er zurückgezogen auf dem Landgut Lyssyje Gory, während sein Sohn eine militärische Laufbahn verfolgt.

Andrej Bolkonsky verlässt seine schwangere Frau Lisa für Ruhm und Krieg; ihr Tod bei der Geburt des Sohnes erschüttert sein Weltbild: Der frühere Ehrgeiz weicht einer tiefen Ernüchterung, sein Glaube an Ruhm und gesellschaftliche Ideale zerbricht. Verwundet erlebt er die Sinnlosigkeit des Krieges und wird innerlich ernüchtert. Halt gibt ihm die Freundschaft mit Pierre Besuchow, mit dem er nach moralischer Orientierung sucht. Er verlobt sich mit Natalija Rostowa, reist jedoch auf Wunsch seines Vaters ein Jahr ins Ausland. Die Trennung ermöglicht ihre Affäre mit Anatol Kuragin; der Vertrauensbruch zerstört Andrejs Hoffnung auf persönliches Glück und vertieft seine innere Isolation. Im weiteren Kriegsverlauf erneut schwer verwundet, findet er kurz vor seinem Tod zu Vergebung, Mitgefühl und innerem Frieden.

Lisa Bolkonskaya ist mit Andrej verheiratet und bleibt während des Krieges auf dem Landgut Lyssyje Gory bei ihrer Schwägerin Marja und dem strengen Schwiegervater zurück. Sie stirbt bei der Geburt ihres Kindes.

Marja Bolkonskaya lebt unter der strengen Kontrolle ihres Vaters und ordnet ihr eigenes Leben lange seiner Autorität unter. Marja und Natalija Rostowa kommen einander näher, als sie den verwundeten Andrej pflegen. Später findet sie in Nikolai Rostow einen Partner und gewinnt Selbstständigkeit.
Familie Rostow
Graf Rostow steht als altväterlicher Adelsmarschall dem Familienhaus vor. Er ist großzügig, herzlich und stark an seine Familie gebunden. Seine Gutmütigkeit und Verschwendung bringen jedoch das Familienvermögen in Gefahr.

Gräfin Rostowa organisiert das Leben der Familie und bringt ihr Vermögen in die Ehe ein. Ihre Fürsorge für die Kinder Nikolai, Natalija und Petja geht mit starkem Standesbewusstsein einher.

Nikolai Rostow dient als Offizier im Krieg und macht dort ernüchternde Erfahrungen; seine Freundschaft mit Denissow prägt ihn. Aus familiärer Pflicht trennt er sich von seiner Jugendliebe Sonja, weil seine verschuldete Familie eine finanziell vorteilhafte Ehe von ihm erwartet. Im Kartenspiel unterliegt er Dolochow und verschärft die finanzielle Lage der Rostows weiter. Jahre später verliebt er sich in Marja Bolkonskaya und heiratet sie.

Natalija (Natascha) Rostowa wächst lebhaft und impulsiv im Schutz ihrer Familie auf und ist eng mit ihrem Bruder Nikolai verbunden. Sie verlobt sich mit Andrej Bolkonski, doch die von seinem Vater erzwungene einjährige Verschiebung der Hochzeit verunsichert und verletzt sie. In seiner Abwesenheit fühlt sie sich zu Anatol Kuragin hingezogen, ohne zu wissen, dass er verheiratet ist. Die geplante Flucht wird entdeckt; in ihrer Verzweiflung unternimmt sie einen Suizidversuch. Im weiteren Verlauf reift Natalija zu einer verantwortungsbewussten jungen Frau: Beim Verlassen Moskaus 1812 handelt sie selbstlos, pflegt später mit Marja Bolkonskaja den verwundeten Andrej und heiratet im Roman schließlich Pierre Besuchow.

Petja Rostow meldet sich als junger Soldat freiwillig. Er fällt im Krieg.

Sonja Rostowa lebt als Nichte der Gräfin und Ziehtochter im Haus der Rostows. Sie liebt Nikolai, bleibt aber unverheiratet.

Onkel Semjon ist ein Verwandter der Rostows auf dem Land. Er empfängt die Familie auf seinem Gut.
Familie Kuragin
Fürst Wassili Kuragin ist ein einflussreicher Staatsbeamter, der gesellschaftliche Beziehungen gezielt als Machtmittel einsetzt. Die Ehe seiner Tochter Hélène arrangiert er vor allem zur Sicherung von Rang und Einfluss der Familie. Er spielt zudem eine zentrale Rolle in den Intrigen um das Testament des Grafen Besuchow.

Hélène Kuragin ist eine gefeierte Schönheit der Petersburger Gesellschaft. Auf Betreiben ihres Vaters heiratet sie Pierre Besuchow; an die Enge der Ehe fühlt sie sich jedoch nicht gebunden und geht Beziehungen mit mehreren Männern ein. Die Verbindung mit Dolochow führt zu einem Duell zwischen dihm und Pierre. Äußerlich bleibt die Ehe repräsentativ, innerlich ist sie von Distanz geprägt und dient vor allem gesellschaftlichen Zwecken. Sie unterstützt ihren Bruder Anatol Kuragin dabei, Natalija Rostowa zu verführen.

Anatol Kuragin ist der Sohn Fürst Wassilis und ein Offizier, der charmant wirkt und zugleich rücksichtslos handelt. Zu Beginn fällt er durch gemeinsame Eskapaden mit Dolochow auf. Die Verführung Natalija Rostowas und der geplante Fluchtversuch führen zu einem gesellschaftlichen Eklat und bei Natalija zu einer emotionalen Tragödie.
Weitere Figuren
Anna Scherer ist eine einflussreiche Petersburger Gastgeberin, deren Salon die höfische Gesellschaft versammelt und als zentraler Ort politischer Gespräche gilt. Sie knüpft gezielt Beziehungen und fördert gesellschaftliche wie militärische Karrieren.

Dolochow ist Offizier und enger Gefährte Anatol Kuragins, bekannt für Kühnheit und Provokationslust. Er duelliert sich mit Pierre Besuchow und bringt Nikolai Rostow durch ein ruinöses Kartenspiel in finanzielle Schwierigkeiten. Er bemüht sich um Sonja, wird aber abgewiesen.

Denissow ist Kavallerieoffizier und enger Freund Nikolai Rostows. Er fällt durch impulsives Auftreten und Loyalität auf. Sein Werben um Natalija Rostowa bleibt ohne Erfolg.
Historische Akteure
Napoleon krönt sich 1804 selbst zum Kaiser der Franzosen. Als dominierender Feldherr Europas beruhen seine militärischen Erfolge auf Geschwindigkeit, straffer Führung und der flexiblen Organisation seiner Armeen. Der Russlandfeldzug von 1812 leitet den Zusammenbruch seiner Vorherrschaft ein.

Zar Alexander I. regiert Russland zwischen Reformwillen und autokratischer Herrschaft. Er führt Russland im Bündnis gegen Napoleon und wird eine Schlüsselfigur der Koalitionskriege. Nach 1812 tritt er als Mitgestalter der europäischen Neuordnung auf.

General Kutusow ist russischer Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber im Krieg gegen Napoleon. Er setzt auf Rückzug, Abnutzung und das Ausdehnen der gegnerischen Linien statt auf Entscheidungsschlachten. Seine Strategie trägt wesentlich zum Scheitern von Napoleons Russlandfeldzug bei.

General Bagration ist ein georgischer General der russischen Armee und einer der wichtigsten Frontkommandanten. Er führt seine Truppen in mehreren großen Gefechten persönlich an und gilt als entschlossener Feldoffizier. Seine Verwundung bei Borodino führt kurz darauf zu seinem Tod.

Besetzung

Anna Scherer, adlige Gesellschafterin Sonja Beißwenger
General Kutusow, Feldherr Florian Lange
Dolochow, Offizier und Zechbruder Anatol Kuragins / Denissow, Offizier und Freund Nikolai Rostows Glenn Goltz
Diplomat / Arzt Mila Moinzadeh
Fürst Bolkonsky Thomas Wittmann
Andrej Bolkonsky, Sohn des Fürsten Jonas Friedrich Leon­hardi
Marja Bolkonskaya, Tochter des Fürsten Judith Bohle
Lisa Bolkonskaya, verheiratet mit Andrej Bolkonsky Sophie Stockinger
Graf Besuchow Thomas Wittmann
Pierre Besuchow, unehelicher Sohn des Grafen Matthias Reichwald
Prinzessin Emily Besuchowa, Nichte des Grafen Judith Bohle
Fürstin Anna Michailowna, verarmte Verwandte der Besuchows Claudia Hübbecker
Boris, Sohn der Fürstin Anna Michailowna und Patenkind des Grafen Besuchow Yohanna Schwertfeger
Graf Rostow Thomas Wittmann
Gräfin Rostowa Claudia Hübbecker
Natalija (Natascha) Rostowa, Tochter der Rostows Blanka Winkler
Nikolai Rostow, der ältere Sohn der Rostows Michael Fünfschilling
Sonja Rostowa, Nichte der Gräfin und Ziehtochter der Rostows Sophie Stockinger
Petja Rostow, der jüngere Sohn der Rostows Luke Dopheide / Moritz Ristow / Max Wrieden
Fürst Wassili Kuragin Glenn Goltz
Hélène Kuragin, Tochter des Fürsten Yohanna Schwertfeger
Anatol Kuragin, Sohn des Fürsten Florian Lange
Zar Alexander I. Sonja Beißwenger
Josif, ein Freimaurer Claudia Hübbecker
General Bagration Sophie Stockinger
Gräfin Bagration Blanka Winkler
General Benningsen Sonja Beißwenger
General Barkley Glenn Goltz
Alter Soldat Thomas Wittmann
Dorfältester Glenn Goltz
Verwalter Mila Moinzadeh
Französischer Beamter Yohanna Schwertfeger
Chor der Offiziere / Diener / Bauern Ensemble
E-Gitarre, Percussion, Flöte, russisches Horn und elektronische Musik Matthias Krieg
Bühne Karoly Risz
Kostüm Susanne Uhl
Musikalische Leitung und Komposition Matthias Krieg
Choreografie Gal Fefferman
Kampfchoreografie Atef Vogel
Licht Christian Schmidt

Dauer

6 Stunden — zwei Pausen (Der Ticketpreis für »Krieg und Frieden« beinhaltet die Pausenverpflegung und ein Getränk)

Unterstützung

Mit freundlicher Unterstützung der Dr. Jürgen Trautvetter und Dr. Hermann Brückner-Stiftung.

Hinweise

Inhaltliche Hinweise
Die Inszenierung thematisiert u.a. Tod und Krieg.
Sensorische Hinweise
Während der Inszenierung bewegen sich Darsteller:innen u.a. im Publikumsraum. Es kommt zu starkem Einsatz von Rauch und Nebel.

Trailer

Pressestimmen

Regisseur Tilmann Köhler ist ein Meister der Theatermittel. Aus einfachsten Requisiten und kleinen theatralen Gesten lässt er große Welten entstehen. Eine stringente Bühnenerzählung. In Düsseldorf ist ein kluger und ergreifender Theaterabend gelungen.
Deutschlandfunk, 22.02.2026
Dieses Ensemble kann sich sehen lassen. Tolstois Mammutroman erzählt vor dem Hintergrund der Napoleonischen Kriege zwischen 1805 und 1813 vor allem von zwei Männern, Freunden, Andrej Bolkonsky und Pierre Besuchow. Beeindruckend gespielt werden die beiden von Jonas Friedrich Leonhardi und Matthias Reichwald. … Das ganze Ensemble blüht in ungezählten Rollen prächtig auf. Da wären die mit komischem Talent gesegneten jungen Schauspielerinnen Blanka Winkler und Sophie Stockinger. … Da wäre die grandiose Claudia Hübbecker … Oder Thomas Wittmann in der Rolle des knorrigen, herzlich unsympathischen Fürsten Bolkonsky, der seine ungeliebte Tochter (Judith Bohle) schikaniert. Alle anderen meistern ihre Aufgaben ebenso, ausschließen möchte man niemanden.
Süddeutsche Zeitung, 23.02.2026
Eine geradlinige und komprimierte, erstaunlich temporeiche Nacherzählung des 2000-Seiten-Werks aus dem Russland des 19. Jahrhunderts. Alle Register werden gezogen, um den langen Abend abwechslungsreich zu machen. So wird aus sechs Stunden Historiendrama ein belebender Abend, aus dem man wacher herausgeht, als man hineingegangen ist.
nachtkritik.de, 22.02.2026
Köhler erzählt die Handlung so übersichtlich und eindrücklich wie möglich, nutzt dazu die gesamte Architektur der großen Halle aus. … Mit 14 Spielenden im fliegenden Wechsel zwischen 41 Rollen: keine Atempause, Geschichte wird gemacht. ... Was bei Tolstoi als langer, ruhiger Fluss erscheint, wird im Central zum reißenden Strom.
Kölner Stadt-Anzeiger, 22.02.2026
Langer Premieren-Applaus für die Schauspielerinnen und Schauspieler, für einen großen Roman und seine mit kunstvollen Choreografien gespickte Inszenierung.
Rheinische Post, 23.02.2026
Begeisternde Premiere. Ein außergewöhnlich gelungenes Theatererlebnis mit überwältigend guten Schauspieler:innen.
Neue Düsseldorfer Online Zeitung, 22.02.2026