Kammerspiele #1 Eifersucht I Die Nacht der Lesben

nach Per Olov Enquist »Die Nacht der Tribaden« — Eine Produktion vom Schauspiel KölnDeutsch von Heiner GimmlerZu Gast im Rahmen von »Queer Art meets Britney X«am 17. Mai 2026 um 19 UhrSchauspielhaus, Kleines Haus

Termine

https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
So, 17.05. / 19:00 – 22:10
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nach Per Olov Enquist »Die Nacht der Tribaden« — Eine Produktion vom Schauspiel Köln Regie: Markus Öhrn
Schauspielhaus, Kleines Haus
Vorverkauf startet in Kürze

Über die Inszenierung

August Strindberg besucht eine Probe seines neuen Stücks, in dem seine Ex-Frau und (das auch noch) ihre neue Freundin mitspielen. Der Abend entwickelt sich zu einem psychologischen Kammerspiel, in dem Strindberg zwischen Wut und Verletzlichkeit schwankt und seine Frauenfeindlichkeit sowie paranoiden Wahnvorstellungen in Frage stellt. Ein gebrochener Mann, der eigentlich Verständnis sucht, stattdessen jedoch die Menschen um ihn herum entfremdet. Themen wie Geschlechterrollen und Machtdynamik in Beziehungen sind zentrale Themen von Markus Öhrn, einem schwedischen Regisseur. Seine mehrfach ausgezeichneten Arbeiten zeichnen sich durch eine spezielle Ästhetik aus: Die Darstellenden tragen Pappmaché-Masken, Stimmen werden akustisch verfremdet, Bewegungen sind extrem verlangsamt – alles mit großem Witz und Humor.

Markus Öhrns Reihe »Kammerspiele« wird exklusiv für das Schauspiel Köln produziert. »Die Nacht der Lesben« ist die erste von sechs Episoden in fünf Spielzeiten bis 2030.

Öhrn erhielt 2019 für »3 Episodes of Life« den Spezialpreis des Nestroy Preises, 2023 war er mit »Szenen einer Ehe« (Volkstheater Wien) in der Kategorie »Beste Regie« nominiert.

Besetzung

Mit Rebekka Biener, Elias Eilinghoff, Andreas Grötzinger und Bettina Lieder
Regie / Bühne Markus Öhrn
Kostüm Eleonore Carrière
Sounddesign Fabian Grytt
Lightdesign Anton Andersson
Dramaturgie Henning Nass

Dauer

3 Stunden 10 Minuten — eine Pause

Hinweise

Sensorische Hinweise
Es werden Masken und verzerrte Stimmen eingesetzt.
Es kommt zu sehr hellem Lichteinsatz.
Inhaltliche Hinweise
Es wird Kunstblut eingesetzt.
Zugänglichkeit der Spielstätte
Alle Bereiche sind ebenerdig oder über einen Fahrstuhl zu erreichen. Eine rollstuhlgerechte Toilette befindet sich im Foyer. Es gibt mehrere rollstuhlgerechte Plätze, die über den Webshop gebucht werden können.

Biografien

Markus Öhrn
Markus Öhrn (geb. 1972 in Schweden) ist Regisseur, Performance- und Videokünstler. 2008 schloss er sein Studium an der schwedischen Kunsthochschule Konstfack in Stockholm mit einem Master in Fine Arts ab. Seine erste Regiearbeit »Conte D’Amour«, die er 2010 in Zusammenarbeit mit den beiden Gruppen Institutet (SWE) und Nya Rampen (FI) entwickelte, wurde 2012 zum Festival d’Avignon eingeladen. Mit der Performance »We love Africa and Africa Loves Us« und »Bis zum Tod« setzte er die Kooperationen mit den Gruppen weiter fort. Seine zahlreichen folgenden Theaterarbeiten wurden auf etlichen internationalen Bühnen und Festivals gezeigt. Öhrn erhielt 2019 für »3 Episodes of Life« den Nestroy-Spezialpreis, 2023 war er mit »Szenen einer Ehe« in der Kategorie »Beste Regie« nominiert. Er lebt und arbeitet in einem kleinen Dorf in Nordschweden.
Eleonore Carrière
Die Kostümbildnerin Eleonore Carrière wurde in Berlin geboren und studierte zunächst Kulturwissenschaften in Frankfurt/Oder. Seit einer Hospitanz bei Christoph Marthaler und Anna Viebrock verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit der Volksbühne Berlin, zunächst durch zahlreiche Assistenzen, später durch eigene Arbeiten mit Jan Bonny, Florian Hein und Constanza Macras. Es folgten Produktionen am Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Frankfurt, Residenztheater München, Berliner Ensemble, Maxim Gorki Theater Berlin, Volkstheater München und Staatstheater Wiesbaden mit Regisseuren wie Leander Haußmann, Markus Öhrn, Sebastian Baumgarten, Max Lindemann und Marie Schleef. Für die Produktion Drama an der Volksbühne Berlin wurde sie von der Kritikerinnenumfrage von Theater Heute in 2023 als beste Nachwuchskünstlerin nominiert. Neben ihrer Tätigkeit an Theatern arbeitet sie als Stylistin und Kostümbildnerin im Film.
Fabian Grytt
Fabian Grytt ist Musiker, Komponist und Tontechniker. Er lebt und arbeitet in Stockholm, Schweden. Mit einer vielseitigen Praxis, die akustische Instrumentenaufnahmen, konventionelle und algorithmische Komposition sowie einen oft zweckorientierten Umgang mit Klang vereint, ist er seit seinem Abschluss an der Stockholmer Universität der Künste im Jahr 2022 in der schwedischen Theaterlandschaft tätig. Neben seiner Arbeit in den darstellenden Künsten ist Fabian als Recording- und Mixing-Engineer für den höchsten – oder spannendsten – Bieter tätig und veröffentlicht gelegentlich elektronische Musik unter dem Namen Christopher Ørstedt.
Henning Nass
Jeden Abend anders sein – das kann Theater im besten Fall. Henning Nass ist Dramaturg und Hörspielautor. Als Dramaturgen zog es ihn an zahlreiche Institutionen, u. a. der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Schauspielhaus Dortmund, dem Burgtheater sowie dem Volkstheater in Wien. Er arbeitete mit zahlreichen Regisseuren und Künstlern, darunter Christoph Schlingensief, Jonathan Meese, René Pollesch, Markus Öhrn, Paul McCarthy, Ragnar Kjartansson, Werner Herzog und Sebastian Baumgarten. Gleichzeitig produziert er Hörspiele für WDR, SWR und Deutschlandradio als Autor und Regisseur. Henning Nass interessiert sich auf der Bühne meist für die vermeintlich kleinen Themen und Merkwürdigkeiten des Lebens und Stücke, die die Wirklichkeit, in der Weise wie diese im Moment erscheint, direkt erfahrbar machen. Zurzeit unterrichtet er außerdem an der Akademie der Künste in Wien im Studiengang Szenografie und ist ab der Spielzeit 25|26 als freier Dramaturg am Schauspiel Köln.
Rebekka Biener
Was Rebekka Biener im Theater kann? Eine unerklärliche Lebendigkeit fühlen! Sie ist in Ulm aufgewachsen, hat an der Kunstuniversität Graz studiert und war nach einem Studiojahr am Volkstheater Wien Ensemblemitglied am Schauspiel Wuppertal und Theater Osnabrück. Sie arbeitete unter anderem mit Lorenz Nolting, Cilli Drexel und Kay Voges. Auf der Bühne sucht sie die Konfrontation mit dem Unmittelbaren und Verborgenen und sieht im Theater die Möglichkeit, um und für das Leben zu verhandeln. Mit der Produktion »Kohlhaas (Glück der Erde, Rücken der Pferde)« in der Regie von Lorenz Nolting wurde sie 2025 zum Festival Radikal jung eingeladen.
Elias Eilinghoff
Fantasie, Rausch, Genuss – Theater ist für Elias Eilinghoff ein Fest. Geboren in Duisburg, aufgewachsen in Mülheim an der Ruhr, führt es ihn nach seinem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main und Engagements am Theater Basel, am Residenztheater München und am Volkstheater Wien nun wieder in heimatliche Gefilde. Er arbeitete u. a. mit Claudia Bauer, Simon Stone und Markus Öhrn, erhielt 2022 den Nestroypreis für die beste Nebenrolle und war 2023 gleich wieder für den Nestroypreis nominiert, diesmal als bester Schauspieler. Auf die Bühne gehört für ihn alles, was die Fantasie anregt, Freude macht und dazu einlädt, sich spielerisch auszutoben.
Andreas Grötzinger
Schweden, Japan, Schweiz: Andreas Grötzinger ist international aufgewachsen. Sein Schauspielstudium zog ihn von 1994 bis 1998 nach Rostock und sein erstes Festengagement nach Köln. Seitdem arbeitete er u. a. mit Mina Salehpour, Oliver Frljić und Jette und Frank Patrick Steckel und war u. a. auf Bühnen in Frankfurt, Hamburg, Malmö, Düsseldorf, Gent, Uppsala, Wien, Berlin und Stockholm zu sehen. Außerdem wirkte er in Lesungen, Konzerten, Hörspielen und -büchern, sowie Radio-, Fernseh- und Filmproduktionen mit. Was er gerne viel öfter spielen würde? Böse, musikalische Komödien – es macht ihm Freude, das Publikum herauszufordern.
Bettina Lieder
Bettina Lieder wurde in Görlitz geboren und studierte Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Sie arbeitete u. a. mit Claudia Bauer, Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) und Anna-Sophie Mahler. 2017 und 2021 war sie zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Ob Hedda Gabler oder experimentelle Projekte wie »humanistää!« – am liebsten immer etwas Neues, bei dem sie etwas lernen kann. Theater bedeutet für sie gemeinsame Erfahrung im Augenblick, immer frisch, immer lebendig. Auf was Theater verzichten sollte? Sich zu wichtig zu nehmen.

Zum Festival

Queer Art meets Britney X

ein queer-feministisches Festival am Düsseldorfer Schauspielhaus in Kooperation mit dem Schauspiel Kölnvom 14. bis 17. Mai 2026Im Schauspielhaus