A Year without Summer

von und mit Florentina Holzinger — Gastspiel im Rahmen des asphalt FestivalsDeutsch und Englisch mit deutschen und englischen Übertitelnab 18 Jahrenam 15. und 16. Juli 2026Schauspielhaus, Großes Haus

Termine

https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Mi, 15.07. / 19:30 – 21:30
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von und mit Florentina Holzinger — Gastspiel im Rahmen des asphalt Festivals
Schauspielhaus, Großes Haus
Kartenverkauf über das asphalt Festival
https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Do, 16.07. / 19:30 – 21:30
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Zu GastAsphalt FestivalFrühbucher
von und mit Florentina Holzinger — Gastspiel im Rahmen des asphalt Festivals
Schauspielhaus, Großes Haus
Kartenverkauf über das asphalt Festival

Über die Veranstaltung

Radikal, lebendig, kompromisslos: Das Werk von Florentina Holzinger zählt zum Eindrucksvollsten, was der Kulturbetrieb derzeit zu bieten hat. Bei der Biennale 2026 in Venedig wird Holzinger ihr Heimatland Österreich repräsentieren, ab der Spielzeit 2026/27 ist sie Teil des künstlerischen Leitungsteams der Berliner Volksbühne. In exzessiven Bühnenspektakeln befreit die Wiener Choreografin den weiblichen Körper von Schönheitsnormen und Rollenmustern, um ihn in seiner ganzen Verletzlichkeit und Stärke zu zeigen. Das asphalt Festival zeigt Holzingers genresprengenden Arbeiten seit Karrierebeginn und präsentiert nun als Koproduktion ihre neueste Arbeit.

Ursprünglich ist 1816 als das »Jahr ohne Sommer« in die Geschichte eingegangen. Nach dem Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien ist der Himmel voller Asche, die Sonne verschwunden, die Ernten sind ausgefallen – und die Welt hungert. Die kalten Sommermonate verbringt die 18-jährige Mary mit anderen Dichter:innen am Genfer See, wo Sturm und Dunkelheit sie zu Gruselgeschichten inspirieren. Mary denkt sich Dr. Frankenstein aus, ein wissenschaftliches Genie, das die Natur zwingt, sich seinem Willen zu beugen, und mit seinem aus Leichenteilen zusammengesetzten Monster in der Destruktion endet.

Florentina Holzinger und ihr Ensemble erkunden Geschichten über Körper, Gesundheit und Identität, unseren Verfall und unsere Umwelt: das Streben nach Unsterblichkeit im 21. Jahrhundert, medizinische Versprechungen zur Verjüngung, bis hin zu den Gefahren eines unkontrollierten technologischen Wachstums in einer von KI, Robotik und Bioengineering geprägten Welt. »A Year without Summer« erzählt von der Verbesserung der Natur bis zur Perversion und ist ein Versuch, die Verheißung des ewigen Lebens gegen den sicheren Tod auszuspielen. Holzingers neuester Theatercoup ist eine Mischung aus Musical und Horrorgeschichte, eine Gratwanderung zwischen absolutem Schrecken und großer Schönheit mit betörend stillen, sanften Momenten.

Besetzung

Mit Achan Malonda, Andrea Baker, Annina Machaz, Bärbel Warneke, Beatrice Cordua, Bláthin Eckhardt, Born in Flamez, Gitti Ulm, Chris Kringel, Constanza Pérez de Lara Bonatti, Bear Boy, Fibi Eyewalker, Florentina Holzinger, Gibrana Cervantes, Liane Jil Apel, Luz de Luna Duran, MING, Netti Nüganen, otay:onii, Paige A. Flash, Renée Copraij, Renée Eigendorff, Saioa Alvarez Ruiz, Sahel van K, Sofia Borges, Sophie Duncan, Sue Shay, Xana Novais
Regie, Choreografie und Performance Florentina Holzinger
Musikalische Leitung Born in Flamez, Stefan Schneider
Komposition Born in Flamez, Stefan Schneider, Josephinex Ashley Hansis, Noah Reis Ramma, Gibrana Cervantes
Livemusik Bláthin Eckhardt, Born in Flamez, Gibrana Cervantes, otay:onii, Sofia Borges, Stefan Schneider, MING, Paige A. Flash
Musikproduktion, Mixing, & Arrangements Philipp Hülsenbeck
Sound Design Stefan Schneider, Olivia Oyama
Dramaturgie Felix Ritter, Fernando Belfiore, Michele Rizzo, Sara Ostertag
Dramaturgie Volksbühne Leonie Hahn
Regieassistenz Xavier Perez
Choreografieassistentin Sophie Duncan
Bühne Nikola Knežević
Kostüm Christiane Hilmer
Technische Leitung Emma Juliard, Stephan Werner
Bühnentechnik, Rigging Dörte Wilforth
Bühnentechnik Jan Krueger, Uwe Sinkemat, Tine Madeleyn
Lichtdesign Kevin Sock
Licht Anne Meeussen, Fabian Bleisch
Videodesign Zoe Bassi, Max Heesen
Soundtechnik Olivia Oyama, Rozenn Lièvre
Soundassistenz Fjóla Gautadóttir
Bühnenassistenz Christiane Hilmer, mit Angela Ribera, Paulina Jarosinska
Robotics Boiling Head, Zoe Bassi mit Dank an die Roboverse Community
Stunt Koordinator Ronny Hornig – Gravity Stunts
Coaching Leon Le Nestour, Elisa Siegmund
Intimacy Coaching Jasko Fide
Intimacy Coordination (Casting) Dani Brown und Frida Giulia Franceschini
Produktionsleitung Sarah Parolin, Katharina Wallisch
PR und Kommunikation Giulia Messia
Tour Management Sarah Parolin, mit Sarah Rindone
Management und internationale Distribution neon lobster / Katharina Wallisch & Giulia Messia

Dauer

2 Stunden — ohne Pause

Förderung

Eine Produktion von Florentina Holzinger/Spirit, neon lobster, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin. In Koproduktion mit Tanzquartier Vienna, International Summer Festival Kampnagel, Dansenhus Stockholm, DESINGEL Antwerp, Maska Ljubljana, asphalt Festival Düsseldorf, Rising Melbourne, Factory International Manchester, Divine Comedy International Theater Festival / Łaźnia Nowa Theater Kraków und Marvaða Iceland. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Kulturabteilung der Stadt Wien. Mit Unterstützung vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Österreich.

Hinweis

Inhalt und Stroboskoplicht
Einsatz von Stroboskoplicht, explizite Darstellung oder Beschreibung von sexualisierter Gewalt, Darstellung von körperlicher Gewalt, Nadeln, Darstellung von Blut, Darstellung von Selbstverletzung, Erbrechen

Pressestimmen

Sinnlicher kann man die drohende Apokalypse nicht erzählen.
nachtkritik.de
Ein fantastischer, berührender Bilderreigen.
Der Spiegel
Lustig, eklig, anmutig, platt, kitschig, brachial, verstörend, abgebrüht, zerbrechlich, angeberisch und österreichisch – der ganze Abend ist alles zugleich und dabei auf die schönste, für viele so schwer zu erreichende Weise in sich selbst verliebt.
Berliner Zeitung
Holzingers Abende zeigen nackte Körper nicht nur so liebevoll und empowernd, sondern auch so schutz- und schonungslos wie keine anderen es tun.
rbb
Dass Florentina Holzinger sich jetzt nach all den lauten Abenden der Entschleunigung verschreibt, steht ihr ausgesprochen gut. Ihre beispiellos diverse Company büßt dabei auch nichts ein von dem Empowerment nackter Körper und der markerschütternden Sinnlichkeit einzelner Szenen. Vielmehr tritt sie noch stärker hervor.
nachtkritik.de
Wie so oft bei Florentina Holzinger erwachsen aus Schmodder und Ekel urplötzlich Schönes und Zartheit.
Theater heute
Sex-Orgie und Scheiße-Inferno.
Der Freitag