Kafkas Traum

unter Verwendung von Texten und Motiven von Franz KafkaPremiere am 17. Januar 2026Schauspielhaus, Großes HausSchauspiel

Termine

https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
So, 25.01. / 18:00 – 20:45
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Schauspiel
unter Verwendung von Texten und Motiven von Franz Kafka Regie und Bühne: Andreas Kriegenburg
Schauspielhaus, Großes Haus
https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Do, 05.02. / 19:30 – 22:15
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Schauspiel
unter Verwendung von Texten und Motiven von Franz Kafka Regie und Bühne: Andreas Kriegenburg
Schauspielhaus, Großes Haus
https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Fr, 20.02. / 19:30 – 22:15
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Schauspiel
unter Verwendung von Texten und Motiven von Franz Kafka Regie und Bühne: Andreas Kriegenburg
Schauspielhaus, Großes Haus
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Über das Stück

Franz Kafkas Erzählwelten folgen nicht den Gesetzen des Rationalen. Durch das Werk des 1883 in Prag geborenen Jahrhundertschriftstellers bewegen sich eigentümliche Gestalten und Geschöpfe, die bezeugen, dass das menschliche Dasein wenig Halt bietet, Familie, Liebe und selbst Alltag etwas Überwältigendes haben können. Der Prokurist in »Die Verwandlung«, die Begegnung zwischen Vater und Sohn in »Das Urteil« oder die »unirdischen Pferde«, die Kafkas Landarzt niemals ans Ziel bringen, sind Chiffren einer Welt, in der Gewissheiten brüchig werden.

Kafkas Prosa elektrisiert durch ihre Rätsel, von denen der Autor selbst sagte, »die Überlegungen, zu denen sie Anlass geben, sind endlos«. Hundert Jahre nach seinem Tod erlebt Franz Kafka eine Renaissance in den sozialen Medien: Junge Menschen auf der ganzen Welt teilen Kafkas hintergründigen Humor und finden sich in seinen Szenerien der Ohnmacht wieder – im schwierigen Verhältnis zum Vater, in den Reflexionen über die früh erahnte Einzigartigkeit als Mensch und Künstler, in den Schuldgefühlen, den Anforderungen einer bürgerlichen Existenz nicht gewachsen zu sein. Kafka beschreibt die Einsamkeit des Einzelnen und findet Worte für den Trotz jener, die sich verweigern. Daneben leuchten die Momente des Gelingens: euphorisches Schreiben, das uns die makellose Prosa eines Menschen hinterlassen hat, der – trotz allem – frei ist und das Lachen nicht verloren hat.

Andreas Kriegenburg zählt zu den renommiertesten Regisseuren im deutschsprachigen Raum und arbeitet seit Jahren kontinuierlich am D’haus. In seiner Inszenierung lässt er Kafka auf das Personal seines eigenen Kosmos treffen und verwebt diese Begegnungen zu einem surrealen Traumspiel.

Besetzung

Prokurist / Knecht Alexander Wanat
Vater / Knabe Rainer Philippi
Landarzt Jürgen Sarkiss
Braut / Gespenst / Rosa Minna Wündrich
Regie und Bühne Andreas Kriegenburg
Kostüm Andrea Schraad
Licht Jean-Mario Bessière
Dramaturgie Beret Evensen

Dauer

2 Stunden 45 Minuten — eine Pause

Pressestimmen

Der Regisseur Andreas Kriegenburg stellt im Düsseldorfer Schauspielhaus sein Stück »Kafkas Traum« vor – eine Inszenierung, die gleich zu Beginn des Jahres Maßstäbe setzt. … Es ist eine kunstvolle, auf einen fürchterlichen Höhepunkt zustrebende Collage aus Texten und Motiven von Franz Kafka. … Lange anhaltender Applaus für das grandiose Ensemble, allen voran für Pauline Kästner.
Rheinische Post, 19.01.2026
Begleitet von erlesenen Klavier-Stücken – sensibel zurückhaltend gespielt von Yaromyr Bozhenko – entwickelt Kriegenburg einen Reigen von fantastischen Tableaus – zwischen Traum und Alptraum, zwischen Oper in schwarzweißem Scherenschnitt und intimen Masken-Kammerspiel, das in einer bitterbösen Abrechnung mit dem Vater gipfelt. … Jubel und Ovationen, besonders für Darsteller, … die sich in knapp 180 Minuten verausgaben. Protagonistin Pauline Kästner mutiert als Kafka zum Star der Aufführung.
Westdeutsche Zeitung, 19.01.2026
Andreas Kriegenburg und Kafka, das ist eine bewährte Kombination. Auch für seine Düsseldorfer Wanderung durch Kafkas erzählerisches Werk hat Kriegenburg wieder ein starkes, sprechendes Bühnenbild entworfen, durch das Pauline Kästner als Autor irrt, der die Welt nicht mehr versteht und daraus große Kunst macht. … Die Inszenierung schnurrt wie ein gut geöltes Räderwerk dahin, sie ist unterhaltsam, exakt gespielt und erntet bei der Premiere Standing Ovations.
nachtkritik.de, 18.01.2026
Mit Jubel und Standing Ovation wird nicht zuletzt Pauline Kästner für diesen körperlich fordernden Monolog geehrt, ebenso wie der herausragende Rainer Philippi als Über-Vater. Die komplexe Inszenierung, die viel Aufmerksamkeit verlangt, wird von einem begeisterten Publikum mit langem Beifall gefeiert.
Neue Düsseldorfer Online Zeitung, 19.01.2026