Das Buch der Unruhe

von Fernando Pessoa in einer Fassung von Luise VoigtDeutsch von Inés KoebelPremiere am 28. März 2026Schauspielhaus, Großes HausSchauspiel

Termine

https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Do, 02.04. / 19:30 – 21:30
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SchauspielSonderpreis 100 Tage Theater 20/8 €
von Fernando Pessoa in einer Fassung von Luise Voigt Regie: Luise Voigt
Schauspielhaus, Großes Haus
https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Do, 09.04. / 19:30 – 21:30
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von Fernando Pessoa in einer Fassung von Luise Voigt Regie: Luise Voigt
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Fr, 17.04. / 19:30 – 21:30
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Fr, 08.05. / 19:30 – 21:30
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von Fernando Pessoa in einer Fassung von Luise Voigt Regie: Luise Voigt
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Mo, 11.05. / 19:30 – 21:30
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Di, 09.06. / 19:30 – 21:30
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Fr, 03.07. / 19:30 – 21:30
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von Fernando Pessoa in einer Fassung von Luise Voigt Regie: Luise Voigt
Schauspielhaus, Großes Haus

Über das Stück

»Seit Monaten lebe ich nicht mehr, daure nur fort zwischen Büro und Physiologie, in einem tiefinneren Stillstand des Denkens und Fühlens. Unglücklicherweise verschafft mir dies nicht einmal Ruhe: In der Fäulnis liegt Gärung.«

Wer hier so poetisch den Seufzer eines frustrierten Arbeitnehmers ausstößt, ist Bernardo Soares. Und der wiederum ist eines der vielen literarischen Ichs, derer sich der große portugiesische Schriftsteller Fernando Pessoa bedient.

Bernardo Soares ist Hilfsbuchhalter in einem Stoffgeschäft in Lissabon. Er wohnt in einem möblierten Zimmer, arbeitet die meiste Zeit und empfindet das Leben als eine einzige Zumutung. Sein Fluchtversuch aus der Eintönigkeit ist das Schreiben – und so notiert er in seiner kargen Freizeit seine Beobachtungen, Gedanken und Träume: »Die wahren Landschaften sind jene, die wir uns erschaffen. Nicht einer der sieben Teile der Welt interessiert mich so, daß ich ihn wirklich sehen möchte; ich bereise den achten, und er ist mein.«

»Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares« – so der volle Titel – versammelt die Hunderten Notizen dieses kleinen Mannes. Und entwirft dabei ein großes Panorama der irdischen Existenz. Pessoas Schilderungen der menschlichen Unruhe sind ein überwältigender und zutiefst zärtlicher Text über Erkenntnis, über das Sehen, das Empfinden, das Denken. Es ist ein Buch »von so grundstürzender Weisheit, dass man aufjauchzen möchte!« (Denis Scheck).

Fernando Pessoa, der im Lissabon des frühen 20. Jahrhunderts als kleiner Handelsangestellter arbeitete und zeit seines Lebens für die Schublade schrieb, zählt heute zu den Säulenheiligen der europäischen Literatur und ist einer der Nationaldichter Portugals. Er verstarb 1935. Sein 1982 postum erschienenes »Buch der Unruhe« muss zu den Jahrhundertwerken gerechnet werden.

Die Regisseurin Luise Voigt arbeitete zuletzt am Schauspiel Frankfurt und am Hamburger Thalia Theater und ist dem Düsseldorfer Publikum durch ihre viel beachtete Inszenierung von Büchners »Woyzeck« bekannt. Sie inszeniert Pessoas liebevolle Menschheitsnotizen mit einem achtköpfigen Ensemble und mit großer Bildstärke als schweifendes Nachdenken über unsere Wahrnehmung.

Besetzung

Regie Luise Voigt
Choreografie Tony De Maeyer
Bühne und Kostüm Maria Strauch
Musik Frederik Werth
Videodesign Stefan Bischoff
Licht Jean-Mario Bessière
Dramaturgie Robert Koall

Dauer

2 Stunden — keine Pause

Hinweis

Inhalt
In der Inszenierung werden mit Videoprojektionen punktuell starke visuelle Reize gesetzt. Dabei werden für kurze Momente auch Abbildungen von Krieg und Gewalt gezeigt.

Pressestimmen

Luise Voigt bietet Pessoas verzagender Weltanschauung Konter und schafft einen im besten Sinne eigenartigen Abend. … Die großartige Bühne von Maria Strauch verlängert die braune Holzvertäfelung des Zuschauerraums, lässt daraus aber etwas ganz Neues herauswachsen. … Es sind schöne Rätsel, aufregend und irritierend. So ist das »Buch der Unruhe« der eigenartigste Abend in zehn Jahren der Düsseldorfer Intendanz von Wilfried Schulz geworden. Und das ist als Kompliment zu verstehen.
nachtkritik.de, 29.03.2026
Wer mit dieser Inszenierung das Buch der Unruhe aufschlägt und eintritt, wird an ihm später im Bücherregal nicht gleichgültig vorbeigehen.
Rheinische Post, 30.03.2026
Was bleibt, ist der Eindruck, dass die Regisseurin auf die Fähigkeit eines denkenden Publikums setzt, eigenständig durch einen Irrgarten der Anspielungen und Assoziation zu gehen. Nichts wird vorgekaut, keine Interpretationsmöglichkeit oktroyiert. Großartig! … Geboten wird insgesamt ein Rausch enormer Theater-Lust, erfreulich frei von Regie-Eitelkeiten, schauspielerisch vielfach grandios und szenisch beeindruckend (Bühne und Kostüm: Maria Strauch; Musik: Frederik Werth; Videodesign: Stefan Bischoff).
Theater-kino-buch.de, 29.03.2026
In der Bearbeitung von Regisseurin Luise Voigt von Pessoas »Das Buch der Unruhe« wechseln die Bilder und die Darsteller:innen ebenso wie die Themen, und so verlangt der überaus gelungene Theaterabend vom Zuschauer Aufmerksamkeit und Mitdenken. … Sehr langer Applaus mit vielen Reihen stehend applaudierender Zuschauer:innen für einen intellektuell und visuell anregenden Theaterabend, der durchaus lange nachhallt.
Neue Düsseldorfer Online Zeitung, 29.03.2026