Paradies-Acker

von Duygu AğalUraufführung am 7. Februar 2026Schauspielhaus, UnterhausSchauspiel

Termine

https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Do, 05.03. / 20:00 – 21:45
Zur Merkliste hinzufügen
Schauspiel
von Duygu Ağal Regie: Magdalena Heffner
Schauspielhaus, Unterhaus
Ausverkauft! Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Karten
https://www.dhaus.de/ Düsseldorfer Schauspielhaus Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
Do, 26.03. / 20:00 – 21:45
Zur Merkliste hinzufügen
Schauspiel
von Duygu Ağal Regie: Magdalena Heffner
Schauspielhaus, Unterhaus
Wir veröffentlichen regelmäßig neue Termine.

Über das Stück

Im Rahmen einer Arbeitsmaßnahme soll Cennet das Fitnessstudio »Dog Pound« putzen. Dabei wird sie von einer mysteriösen Nachtwächterin observiert, die ihr immer übergriffigere Fragen und Aufgaben stellt. Cennets Fassade beginnt zu bröckeln. Dahinter drohen komplizierte Erfahrungen und dunkle Gefühle zum Vorschein zu kommen, die Cennet unterdrückt hat.

Cennets Kinder sind erwachsen. Sie nabeln sich von ihr ab und treffen Entscheidungen, mit denen sie schwer zu kämpfen hat. Dabei müsste Cennet ihre Kinder verstehen, denn einst verließ auch sie ihre Heimat und ihre Mutter auf der Suche nach einem Neuanfang. Sie fand in Deutschland neue Freiheiten, aber auch neue Hürden. In einer von Rassismus und Misogynie durchzogenen Gesellschaft konzentrierte sie sich auf den bestmöglichen Lebensinhalt, der ihr blieb: das Muttersein. In den Erfolgen ihrer Kinder glaubte sie ihr eigenes Lebensglück finden zu können. Doch ohne ihre Kinder, insbesondere ihre Tochter Devin, droht dieses Glück nun abhanden zu kommen. Wer sie ohne ihre Kinder ist, weiß Cennet nicht.

Regisseurin Magdalena Heffner wagt einen Blick auf komplizierte familiäre Beziehungen und inszeniert diese queer-feministische Liebeserklärung, in der Cennet zu einer Figur wird, die über die individuelle Biografie hinauswächst, den Kern des gesellschaftlichen Frauenbildes berührt und die Grenzen aufzeigt, welche das Patriarchat Frauen setzt.

Autor:in Duygu Ağal ist in Hamburg aufgewachsen und lebt und arbeitet in Berlin. Ağals Arbeiten ermöglichen durch scharfen Humor und liebevollen Tiefsinn einen Einblick in die Gefühlswelt der Figuren und verhandeln berührend und fantasievoll Themen wie intersektionale Repräsentation, Queerness und Identitätspolitik.

Besetzung

Nachtwächterin Blanka Winkler
Kostüm bee Hartmann
Musik Gîn Bali
Dramaturgie Miriam Owusu-Tutu
Theaterpädagogik Patricia Pfisterer

Dauer

1 Stunde 45 Minuten — keine Pause

Pressestimmen

Duygu Ağal hat mit »Paradies-Acker« für ihr Theaterdebüt einen kraftvollen, poetischen und politischen Text geschrieben, brutal und zärtlich zugleich. … Ein einziger Kraftakt, gestemmt von zwei starken Schauspielerinnen, die ihre Figuren sich aneinander abarbeiten lassen, mit Gesten und Worten und ihren Körpern – und bis zur Erschöpfung. … Regisseurin Magdalena Heffner findet die perfekte Bildsprache dafür und lässt Cennet und Devin über die Bühnenwüste stolpern und staksen wie durch unwegsames Gestrüpp, immer kurz davor, sich an den Händen zu fassen, um dann doch danebenzugreifen. Dabei zuzusehen und zuzuhören ist schwer zu ertragen, weil es so schmerzlich vertraut ist und so grausam ehrlich.
Rheinische Post, 08.02.2026
Eine grandiose Idee der Bühnenbildnerin Aliki Anagnostakis, den klaustrophobischen Raum nicht als glitzerndes Studio, sondern trist, karg und dreckig als öden Seelen-Acker der Protagonistin darzustellen. Dorthin nehmen uns die beiden bravourösen Schauspielerinnen, Özlenim Meier (als Mutter Cennet) und Blanka Winkler (in wechselnden Rollen) mit.
theater:pur, 10.02.2026