Ein Traum, was sonst?
Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er träumt. Der Prinz von Homburg träumt nach drei Tagen zu Pferd und militärischen Niederlagen nachts im Garten von unsterblichem Ruhm und der großen Liebe. Und der Traum scheint noch nicht zu Ende geträumt, als er am nächsten Morgen in der Schlacht einen Befehl missachtet, zu früh zum Angriff bläst und den entscheidenden Sieg erringt. Doch anstatt als Held gefeiert zu werden, wird er wegen Ungehorsams zum Tode verurteilt. Der Kurfürst besteht darauf, strikt nach dem Gesetz zu urteilen, das für alle gleich zu gelten hat, auch für verträumte Prinzen. Von vielen Seiten bedrängt stellt er allerdings die Aufhebung des Urteils für den Fall in Aussicht, dass der Prinz es anficht. Der militärische Gehorsam erzwingt einen Gewaltakt, der doch für ein auf Regeln gegründetes Zusammenleben selbstverständlich und unabdingbar ist: Der Verurteilte steht sich selbst als Richter gegenüber und kommt in dieser Funktion nicht umhin, das Urteil gutzuheißen. Als der Prinz sich zu dem Schritt durchgerungen und seinen Tod akzeptiert hat – wird er begnadigt.
Er wird mit der Spaltung leben müssen. Ein ganzer, ein träumender Mensch wird er nie mehr sein. Aber ein gehorsamer Soldat. Der gebürtige Bochumer Ulrich Rasche hat sich mit Inszenierungen von großer bildnerischer Prägnanz, hoher Musikalität und äußerster Konzentration auf sprachliche Klarheit einen internationalen Namen gemacht. Mit Kleists Schauspiel über die menschlichen Kosten innerer Aufrüstung und die Totalität des Krieges eröffnet er die neue Intendanz.
Er wird mit der Spaltung leben müssen. Ein ganzer, ein träumender Mensch wird er nie mehr sein. Aber ein gehorsamer Soldat. Der gebürtige Bochumer Ulrich Rasche hat sich mit Inszenierungen von großer bildnerischer Prägnanz, hoher Musikalität und äußerster Konzentration auf sprachliche Klarheit einen internationalen Namen gemacht. Mit Kleists Schauspiel über die menschlichen Kosten innerer Aufrüstung und die Totalität des Krieges eröffnet er die neue Intendanz.
PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG
Ein Schauspiel
von Heinrich von Kleist
Premiere am 18. September 2026
Schauspielhaus, Großes Haus
Schauspiel
von Heinrich von Kleist
Premiere am 18. September 2026
Schauspielhaus, Großes Haus
Schauspiel
Besetzung
Regie und Bühne Ulrich Rasche
Mitarbeit Bühne Lukas Kötz
Kostüm Angelos Mentis
Komposition und Electronics Andrea Belfi
Sounddesign und musikalische Assistenz Alfred Brooks
Dramaturgie Sebastian Huber