Ich verstecke mich nicht, ich stelle mich zur Schau, denn, so wie ich wirklich bin, ist es schwer, wie ein normaler Mensch zu wirken.
Mitten in der Nacht auf einer menschenleeren Straße in New York erklimmt plötzlich ein unscheinbarer kleiner Mann einen dreckigen Großstadt-Schneehaufen und beginnt im schummrigen Licht einer Straßenlaterne eine Arie zu singen. Tage später steht er auf der Bühne eines Underground-Varietétheaters und versetzt das sonst eher zynische Publikum in ehrfürchtiges Staunen. Nur wenige Monate darauf folgt ein Fernsehauftritt mit David Bowie und ein paar Jahre später ist er um die halbe Welt getourt und hat einen Plattenvertrag in Frankreich.
Klaus Nomi war eine Ausnahmeerscheinung, radikaler Selbstentwurf einer Künstlerfigur. Mit seiner extrem hohen, durchdringenden Stimme, dem nachdrücklichen deutschen Akzent und der konsequent dramatischen Erscheinung – immer in Maske und Kostüm – sprengte er lange vor der Sichtbarkeit einer queeren Community gängige Vorstellungen von Geschlecht und Identität. Seine einzigartige Verschränkung von Oper und Pop, abstrakter Kunstperformance und queerer New-Wave-Show machte ihn zu einem Pionier des musikalischen Underground.
Christian Friedel ist Film- und Theaterschauspieler, Regisseur, Musiker (vor allem der Band Woods of Birnam) und in Düsseldorf besonders bekannt durch seine Arbeiten am Schauspielhaus, wo er u. a. in Hamlet und Dorian brillierte. Mit Nomi begibt er sich auf die Spur eines selbst geschaffenen Mythos – zwischen Kunstfigur und biografischer Konstruktion –, der über die Welt des Showbusiness und des künstlerischen Erfolgs hinaus zu den Brüchen einer Biografie, die von Einsamkeit geprägt war, und mit Nomis Tod infolge einer HIV-Erkrankung ein tragisch frühes Ende nahm.
Klaus Nomi war eine Ausnahmeerscheinung, radikaler Selbstentwurf einer Künstlerfigur. Mit seiner extrem hohen, durchdringenden Stimme, dem nachdrücklichen deutschen Akzent und der konsequent dramatischen Erscheinung – immer in Maske und Kostüm – sprengte er lange vor der Sichtbarkeit einer queeren Community gängige Vorstellungen von Geschlecht und Identität. Seine einzigartige Verschränkung von Oper und Pop, abstrakter Kunstperformance und queerer New-Wave-Show machte ihn zu einem Pionier des musikalischen Underground.
Christian Friedel ist Film- und Theaterschauspieler, Regisseur, Musiker (vor allem der Band Woods of Birnam) und in Düsseldorf besonders bekannt durch seine Arbeiten am Schauspielhaus, wo er u. a. in Hamlet und Dorian brillierte. Mit Nomi begibt er sich auf die Spur eines selbst geschaffenen Mythos – zwischen Kunstfigur und biografischer Konstruktion –, der über die Welt des Showbusiness und des künstlerischen Erfolgs hinaus zu den Brüchen einer Biografie, die von Einsamkeit geprägt war, und mit Nomis Tod infolge einer HIV-Erkrankung ein tragisch frühes Ende nahm.
NOMI
von Markus Schleinzer
Musik Woods of Birnam
Uraufführung im Juni 2027
Schauspielhaus, Großes Haus
Schauspiel
Musik Woods of Birnam
Uraufführung im Juni 2027
Schauspielhaus, Großes Haus
Schauspiel