Wenn die Deutschen was können, dann das Furchtbare ins Sentimentale wenden.
Im September 1959 soll die Philosophin und politische Denkerin Hannah Arendt als erste Frau und erste Jüdin den Lessing-Preis erhalten und für dessen Verleihung von New York nach Hamburg reisen. Arendt, die 1933 vor dem Naziregime fliehen musste, misstraut dieser Ehre. Steht sie als Feigling da, wenn sie den Preis verweigert, oder gar als Heldin? Soll sie sich friedliebend und weise wie Lessings Nathan geben oder, wie von ihrer engen Freundin Mary McCarthy vorgeschlagen, rachsüchtig wie Shakespeares Shylock?
In Hamburg wartet die Kultursenatorin Ingeborg von der Osten auf Arendt. Für sie ist die Preisverleihung ein Sinnbild für ein Deutschland, in dem Versöhnung und Aufklärung grundlegende Prinzipien darstellen, so wie es ihr Vater predigte. Ihr zur Seite steht der jüdische Sekretär Nathan Lucian, den sie mit dem Verfassen der Dankesrede für Hannah Arendt beauftragt. Nathan und von der Osten verbindet weit mehr als nur ein Arbeitsverhältnis. Schon bald wird das Private politisch.
In diesem Dialogdrama wird Hannah Arendt mit ihrer menschlichen Verantwortung und einer großen politischen Verantwortung konfrontiert. Und doch ist es die witzige Art, Fragen über Macht, Aufarbeitung und Menschlichkeit zu stellen, die diesen Text von Heinz Bude, Natan Sznaider und Karin Wieland so besonders und heutig macht.
Simone Geyer ist seit 2019 als freie Regisseurin und Videokünstlerin tätig. Es entstanden Arbeiten u. a. am Thalia Theater Hamburg, am Theater Konstanz, für Theater und Orchester Heidelberg und am Staatstheater Augsburg. Geyer setzt sich in ihren Arbeiten u. a. mit Klassimus, Krieg, Flucht und der Aufarbeitung des Holocaust auseinander.
In Hamburg wartet die Kultursenatorin Ingeborg von der Osten auf Arendt. Für sie ist die Preisverleihung ein Sinnbild für ein Deutschland, in dem Versöhnung und Aufklärung grundlegende Prinzipien darstellen, so wie es ihr Vater predigte. Ihr zur Seite steht der jüdische Sekretär Nathan Lucian, den sie mit dem Verfassen der Dankesrede für Hannah Arendt beauftragt. Nathan und von der Osten verbindet weit mehr als nur ein Arbeitsverhältnis. Schon bald wird das Private politisch.
In diesem Dialogdrama wird Hannah Arendt mit ihrer menschlichen Verantwortung und einer großen politischen Verantwortung konfrontiert. Und doch ist es die witzige Art, Fragen über Macht, Aufarbeitung und Menschlichkeit zu stellen, die diesen Text von Heinz Bude, Natan Sznaider und Karin Wieland so besonders und heutig macht.
Simone Geyer ist seit 2019 als freie Regisseurin und Videokünstlerin tätig. Es entstanden Arbeiten u. a. am Thalia Theater Hamburg, am Theater Konstanz, für Theater und Orchester Heidelberg und am Staatstheater Augsburg. Geyer setzt sich in ihren Arbeiten u. a. mit Klassimus, Krieg, Flucht und der Aufarbeitung des Holocaust auseinander.
NIEMANDES SCHWESTER
So What, Hannah Arendt!
von Heinz Bude, Natan Sznaider und Karin Wieland
Uraufführung am 5. März 2027
Schauspielhaus, Kleines Haus
Schauspiel
von Heinz Bude, Natan Sznaider und Karin Wieland
Uraufführung am 5. März 2027
Schauspielhaus, Kleines Haus
Schauspiel
Besetzung
Regie Simone Geyer
Bühne und Kostüm Nehle Balkhausen
Dramaturgie Miriam Owusu-Tutu