In jedem Menschen findet sich eine verschiedene Mischung männlicher und weiblicher Substanz, und wie wir nicht imstande sind, zwei gleiche Blätter an einem Baum ausfindig zu machen, so werden wir höchst wahrscheinlich auch nicht zwei menschliche Wesen auffinden können, in denen das Mischungsverhältnis vollkommen übereinstimmt.
Magnus Hirschfeld, 1914
Charlotte von Mahlsdorf wurde 1928 als Lothar Berfelde in Berlin geboren und gegen Ende des 20. Jahrhunderts, in den 1990er-Jahren, zu einer Ikone der LGBT-Bewegung. Sie überlebte Nationalsozialismus und Krieg und baute in der DDR das Gründerzeitmuseum Schloss Mahlsdorf im Osten Berlins auf, das zu einem wichtigen Treffpunkt der ostdeutschen Homosexuellen-Szene wurde. Nach der Wende machte sie ein Film von Rosa von Praunheim über ihr Leben zu einer Berühmtheit.
In dieser Zeit wird auch Doug Wright auf Charlotte von Mahlsdorf aufmerksam und beschließt nach einem ersten Treffen, ein Stück über sie zu schreiben. Für den schwulen Autor aus den Südstaaten der USA wird sie zu einer Figur der Orientierung und der Hoffnung, viele weitere Gespräche folgen. Im Laufe der Zeit jedoch bekommt das Bild Risse. Vorwürfe tauchen auf, Charlotte von Mahlsdorf habe als IM der Stasi zugearbeitet, einen Freund verraten und sich indirekt an dessen Tod schuldig gemacht. Die „unglaubliche“ Geschichte des Überlebens einer Transfrau in zwei Diktaturen verliert an Glaubwürdigkeit, sosehr sich der Autor auch dagegen sträubt.
André Kaczmarczyk erzählt und singt in Ich mach ja doch, was ich will gemeinsam mit dem Pianisten Matts Johan Leenders ein Stück Zeitgeschichte anhand einer höchst faszinierenden und schillernden Figur und schlüpft dafür im Verlauf des Abends in über vierzig Rollen.
In dieser Zeit wird auch Doug Wright auf Charlotte von Mahlsdorf aufmerksam und beschließt nach einem ersten Treffen, ein Stück über sie zu schreiben. Für den schwulen Autor aus den Südstaaten der USA wird sie zu einer Figur der Orientierung und der Hoffnung, viele weitere Gespräche folgen. Im Laufe der Zeit jedoch bekommt das Bild Risse. Vorwürfe tauchen auf, Charlotte von Mahlsdorf habe als IM der Stasi zugearbeitet, einen Freund verraten und sich indirekt an dessen Tod schuldig gemacht. Die „unglaubliche“ Geschichte des Überlebens einer Transfrau in zwei Diktaturen verliert an Glaubwürdigkeit, sosehr sich der Autor auch dagegen sträubt.
André Kaczmarczyk erzählt und singt in Ich mach ja doch, was ich will gemeinsam mit dem Pianisten Matts Johan Leenders ein Stück Zeitgeschichte anhand einer höchst faszinierenden und schillernden Figur und schlüpft dafür im Verlauf des Abends in über vierzig Rollen.
ICH MACH JA DOCH, WAS ICH WILL
von Doug Wright
Übersetzung Frank Heibert
Premiere am 31. Dezember 2026
Schauspielhaus, Kleines Haus
Schauspiel
Übersetzung Frank Heibert
Premiere am 31. Dezember 2026
Schauspielhaus, Kleines Haus
Schauspiel
Besetzung
Regie André Kaczmarczyk
Musik Matts Johan Leenders