André Kacz­marc­zyk

André Kaczmarczyk, geboren 1986 in Suhl/ Thüringen und aufgewachsen in Eisenach, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Neben verschiedenen freien Produktionen gastierte er als freier Schauspieler am Volkstheater Rostock, dem Maxim Gorki Theater Berlin und an der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz. Von 2013 bis 2016 folgte ein Festengagement am Staatsschauspiel Dresden, wo er in vielen tragenden Rollen auf der Bühne stand und u. a. mit Tilmann Köhler, Friederike Heller, Jan Gehler, Burkhardt Kosminski und Matthias Hartmann zusammenarbeitete. Zudem war er dort verantwortlich für die Entwicklung und Leitung des musikalischen Formats Wunschkonzert.

Von 2016 bis 2022 war André Kaczmarczyk festes Ensemblemitglied des Düsseldorfer Schauspielhauses; seit der Spielzeit 2022/23 arbeitet er wieder freischaffend als Schauspieler und Regisseur. Am Düsseldorfer Schauspielhauses stand er in zahlreichen zentralen Rollen auf der Bühne, u.a. in der Regie von Roger Vontobel, Simon Solberg, David Bösch, Sebastian Baumgarten, Bernadette Sonnenbichler, Robert Wilson, Tilmann Köhler und Evgeny Titov. Für seine herausragende schauspielerische Leistung wurde André Kaczmarczyk zweimal in Folge mit dem Publikumspreis »Gustaf« der Rheinischen Post und der Freunde des Düsseldorfer Schauspielhauses ausgezeichnet sowie 2017, 2018 und 2019 in der Kritikerumfrage der Welt am Sonntag zum »Besten Schauspieler in Nordrhein-Westfalen« gewählt. 2018 wurde ihm der Förderpreis für Darstellende Kunst der Stadt Düsseldorf verliehen. 2020 gastierte er bei den Salzburger Festspielen in der Uraufführung von Peter Handkes Zdeněk Adamec in der Regie von Friederike Heller. Am D’haus er in der Titelrolle in Richard III. (Regie: Evgeny Titov) zu sehen, die 2024 für den Deutschen Theaterpreis Der Faust nominiert wurde. Als Regisseur erarbeitete am Düsseldorfer Schauspielhaus ab 2016 verschiedene Liederabende mit dem Musiker Matts Johan Leenders sowie 2017 die szenische Installation Jeff Koons von Rainald Goetz gemeinsam mit Felix Krakau. In den folgenden Spielzeiten inszenierte er Alice als Musiktheater nach Lewis Carrol, Orlando nach dem Roman von Virginia Woolf und Cabaret, das Musical von Joe Masteroff, John Kander und Fred Ebb nach den Berlin Stories von Christopher Isherwood. In der Spielzeit 2023/24 führte er Regie beim Kinder- und Familienstück Der Teufel mit den drei goldenen Haaren von F. K. Waechter nach den Brüdern Grimm, sowie bei der Studioinszenierung Das Sparschwein / Die Kontrakte des Kaufmanns. In der Spielzeit 2024/25 inszenierte er Die Märchen des Oscar Wilde erzählt im Zuchthaus zu Reading nach Texten und Motiven von Oscar Wilde mit Musik von Matts Johan Leenders. In der Saison 2025/26 inszenierte er Tyll am Düsseldorfer Schauspielhaus und arbeitete auch am Nationaltheater Weimar.

Kaczmarczyk wirkte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit und ermittelt seit Januar 2022 als Kriminalhauptkommissar im Polizeiruf 110 des Rundfunk Berlin-Brandenburg. Daneben arbeitet er regelmäßig für Radio- und Hörspielproduktionen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie als Sprecher für Hörbücher, Werbung und audiodeskriptive Formate. Neben seiner Tätigkeit als freischaffender Schauspieler und Regisseur arbeitet er auch als Dozent für Schauspiel und Darstellende Kunst, u.a. an der Folkwang Universität der Künste und der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“. Er leitet ab ser Spielzeit 2026/27 gemeinsam mit der Dramaturgin Anika Steinhoff das Schauspielstudio am Düsseldorfer Schauspielhaus.