Hundeherz Pressestimmen
Westdeutsche Zeitung
25.2.2019
Mit Saft und Kraft einer überbordenden Groteske, mit überspitzten Typen, reichlich Theater-Blut, heftigem Naturalismus und in historisierendem Dekor (Bühne: Falko Herold). Geschickt verbindet der russische Regisseur altmodische Atmosphäre und Psycho-Spannung mit einer humanitären Botschaft über die Beziehung zwischen Wissenschaft und Moral.
 Als Mischung aus Faust und Frankenstein kommt Grothgar über die Rampe, wird immer ungehaltener, als Polygraph sein anderes ‚Ich’ offenbart: Er agiert, grob, anzüglich, frisst wie ein Schwein, beißt seine Mitmenschen, schließt sich einem Revolutionskomitee an und treibt ein übles Machtspiel. Erstaunlich facettenreich spielt Torben Kessler diese Rolle. Trotz aller Gewalt-Ausbrüche bleibt er stets panisch ängstlich, leidet an sich und der Welt. Fazit: Trotz des irritierenden Hyper-Naturalismus ein atmosphärisch dichter Abend, der indirekt aber vernehmbar vor Menschenexperimenten warnt.

Nachtkritik
25.2.2019
Das Ensemble spielt durchweg mit voller Wucht. Resolut karikierend inszeniert Evgeny Titov Bulgakows Novelle über fragwürdige Forschung am Schauspiel Düsseldorf.

Rheinische Post
25.2.2019
Der junge russische Regisseur Evgeny Titov inszeniert die bittere, politische Groteske von Michail Bulgakow am Düsseldorfer Schauspielhaus als eine Frankensteiniade.
Torben Kessler trägt als Köter anfangs Hundemaske, später in diversen Vermenschlichungsstufen behaarte Haut. Seine Darstellung ist vor allem in den stillen Momenten berührend, wenn er als Köter im Schnee sitzt und von Wurstenden träumt oder nach der Operation schon mal im Professorensessel Platz nimmt, um wie Herrchen Oper zu hören. [...] Andreas Grothgar ist ein grundsympathischer, feiner Herr Professor, dem man das bisschen Menschenversuch gern nachsieht. Lou Strenger gibt sein Hausmädchen Sina als Parodie der verlebten Russin mit rollendem „rrr“. Stefan Gorski komplettiert als ergebener Assistent die aufrechte Bürgerwelt, während die Sowjetbürokratie in Gestalt der Hausverwalterbande um Markus Danzeisen als nervige Bedroher von Recht und Eigentum herüberkommen. Dabei persifliert Bulgakow in seiner Teufliade den Dünkel der Besitzenden genauso wie den kleingeistigen Fanatismus der Genossen und stellt die Frage, was ein Humanismus wert ist, der nur gebildeten, wohlerzogenen Mitmenschen gilt, die ihren Platz in der Rangordnung kennen. 

Besetzung

Professor Filipp Filippowitsch Preobraschenski, ChirurgAndreas Grothgar
Doktor Iwan Arnoldowitsch Bormenthal, sein AssistentSebastian Tessenow
Sina, sein HausmädchenAnna-Sophie Friedmann
Polygraph Polygraphowitsch Lumpikow, HundemenschTorben Kessler
Schwonder, Mitglied der HausverwaltungMarkus Danzeisen
Skovorodkin, Mitglied der HausverwaltungAlexej Lochmann
WjasemskajaCornelia Gross
Fräulein Wasnezowa, eine junge SekretärinJanna Gangolf
LichtKonstantin Sonneson
DramaturgieJanine Ortiz

Dauer

1 Stunde, 45 Minuten — keine Pause

Termine

Mo, 16.12. / 19:30 - 21:15
Im Schauspielhaus
http://www.dhaus.de/
D'haus - Düsseldorfer Schauspielhaus, Junges Schauspiel, Bürgerbühne
Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf

Hundeherz

Schauspielhaus — Kleines Haus
x

Karten & Preise

Preisgruppe Regulär Schüler/Studenten
Platzgruppe 1 32,00 € 8,00 €
Platzgruppe 2 28,00 € 8,00 €
Platzgruppe 3 14,00 € 8,00 €

18:45
Einführung
Mo, 13.01. / 19:30 - 21:15
Blauer Tag
Im Schauspielhaus
http://www.dhaus.de/
D'haus - Düsseldorfer Schauspielhaus, Junges Schauspiel, Bürgerbühne
Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf

Hundeherz

Schauspielhaus — Kleines Haus
Alle Plätze 12 / 8 € ermäßigt
x

Karten & Preise

Preisgruppe Regulär Schüler/Studenten
Platzgruppe 1 12,00 € 8,00 €