Theater heute
Franz Wille, März 2017
»Von Mode hat Elfriede Jelinek wirklich Ahnung. […] Ein sechsköpfiges hochflexibles Kampfkaufgeschwader quer durch alle Modeleidensalter führt in individueller Allgemeinheit das Hochbesondere in der Konfektion vor.«

Theater der Zeit
Martin Krumbholz, März 2017
Ein formidables sechsköpfiges Frauenensemble ist in Düsseldorf zu bewundern. Der schnelle Wechsel der Situationen macht den Reiz aus, und selbstverständlich hat jede Dame ihren Solo-Auftritt.
Claudia Hübbecker beispielsweise erinnert uns beschämend schlicht Gekleidete im Parkett an modische Standards und ruft uns höhnisch zu: ›Träumen Sie weiter!‹ Manuela Alphons, als Grande Dame des Theaters, räsoniert im Sitzen auf der Terrasse über Produktionsverlagerung. Wir sind nicht in der Oper, und doch knallt Lou Strenger, die Jüngste, uns beiläufig eine Arie hin. Tabea Bettin und wieder Claudia Hübbecker liefern sich ein philosophisches Flintenduell als Heidegger (in Jägerkluft) und Kant (im Rokokokostüm). Tabea Bettin hat aber auch einen wunderbar nachdenklichenMonolog beim Kramen in Kisten hinter Glas.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Andreas Rossmann, 17.1.2017
»Die offene Textfläche lässt dem Regisseur große Freiheiten und fordert ihn als zweiten Autor. Jan Philipp Gloger hat sie stark und umsichtig konzentriert und auf sechs Frauen und ein Mädchen, zwischen zehn und siebzig Jahre alt, verteilt.«
»Glogers genau durchkomponierte und bemerkenswert leichthändige Inszenierung schlägt in zwei Stunden einen großen Bogen über die Mode, der ihre Möglichkeiten zwischen Geschäft und Politik, Sucht und Selbstverwirklichung, Abgrenzung und Vergötterung intelligent reflektiert und facettenreich in die Anschauung hebt. Die Uraufführung im Ausweichquartier ›Central‹ hilft der Autorin szenisch auf die Beine und nimmt sie, charmant und ironisch, auch auf den Arm. So macht Elfriede Jelinek in Düsseldorf ›bella figura‹.«

Der Standard
Bernhard Doppler, 16.1.2017
»Vergnüglich, sehr effektvoll und bewundernswert präzise baden alle sieben Schauspielerinnen – von der Kinderdarstellerin bis zur Altersgenossin der Autorin – im ›Wörter-See‹ des kalauernden Textes und lassen ›Sprach-Kracherln‹ (so Jelinek) sprudeln. Zwei kurzweilige schnell verfliegende Stunden. ›Das Licht im Kasten‹ ist jedenfalls ein locker-luftiges, fast sommerliches Textgewebe.«

Neue Zürcher Zeitung
Christine Wahl, 16.1.2017
»Ein gnadenlos scharfsichtiger und ziemlich persönlicher Jelinekscher Modebewusstseinsstrom.«

Süddeutsche Zeitung
Egbert Tholl, 16.1.2017
»Jan Philipp Gloger inszeniert das als eine meist luftige Sarabande, als Tanz um die Umkleidekabine, die hier ein Bungalow, also Lebenswelt ist, umgeben vom Grün, durch das große Plüschtiere streifen, die sich über die Menschen wundern. Sechs Damen bewegen sich elegant durch den Text.«
»Gloger rückt den Text mit Geschick in die Nähe eines semi-intellektuellen Boulevards. Es geht im Kern um das Bild, das wir von uns gern hätten, das wir ersehnen, erkaufen, erkleiden. Für dieses Bild nehmen wir alles in Kauf. Wörtlich und sinngemäß.«

nachtkritik.de
Andreas Wilink, 15.1.2017
»Es ist einer ihrer (Jelineks) imponierend persönlichen (anti-)dramatischen Texte. Man spürt: die große Geste, den weiten Atem, die radikale Selbstanalyse – mit ungewissem Ausgang zwischen den Gegenpolen Sinnlichkeit und Verstand.«

Deutschlandradio Kultur
Ulrike Gondorf, 14.1.2017
»Ein elegantes Stück. Das Damenensemble mit Manuela Alphons, Tabea Bettin, Judith Bohle, Claudia Hübbecker, Karin Pfammatter und Lou Strenger bezwingt die Textgebirge mit Witz, Präzision und Leichtigkeit. Sie ziehen sich nicht nur mit verblüffender Geschwindigkeit um, sondern bringen jedes Mal neue Farben und Töne in diese Variationen zum Thema Sein und Schein. In Düsseldorf leuchtet ›Das Licht im Kasten‹.«

Deutschlandfunk
Dorothea Marcus, 15.1.2017
»Am Schauspiel Düsseldorf ist ein kluger, kurzweiliger und glänzend gespielter Abend gelungen, der bildlich tief ins gedankliche Jelinek-Universum surft.«

Rheinische Post
Annette Bosetti, 16.1.2017
»›Das Licht im Kasten‹ gibt nach vielen Jelinekschen Wut-Stücken mit Mode ein überraschend persönliches Thema der Autorin preis.«

dpa
Dorothea Hülsmeier, 15.1.2017
»Ein großer Erfolg. Unter die Oberfläche des modischen Scheins webt sie die existenziellen Fragen des Lebens nach Sein, Nichtsein und Tod.«

Westdeutsche Zeitung
Marion Troja, 16.1.2017
»Ein starker weiblicher Auftritt und ein gelungener Theaterabend.«

WDR 5 Scala
Ulrike Gondorf, 16.1.2017
»Die Gedanken kommen keineswegs zu kurz und der Spaß auch nicht.«

Neue Düsseldorfer Online Zeitung
Jo Achim Geschke, 15.1.2017
»Regisseur Jan Philipp Gloger hat mit sechs herausragenden Schauspielerinnen (und einem 10-jährigen Mädchen) einen Text von Elfriede Jelinek zu einer Inszenierung gebracht, die Theatergeschichte schreiben dürfte. Jelineks assoziativen, sprunghaften Text voller philosophischer Anspielungen so unterhaltsam, teils witzig und mit Leichtigkeit zu inszenieren und vorzustellen, kann als bestens gelungen bezeichnet werden.«

Neue Rhein Zeitung
Anna Brockmann, 16.1.2017
»Ein beeindruckend vielstimmiger Abgesang auf den schillernden Schickimicki-Zirkus.«

fiftyfifty
Eva Pfister, März 2017
»Sechs großartige Schauspielerinnen bewältigen in der Düsseldorfer Uraufführung bewundernswert die Wortkaskaden von Elfriede Jelinek, die der Regisseur Jan Philipp Gloger in Rollen und unterhaltsame Szenen gegliedert hat.«

Besetzung


Dauer

2 Stunden — keine Pause