Das Versprechen Pressestimmen
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Sven Westernströver, 18.4.2017
In seiner ersten Arbeit am Düsseldorfer Schauspielhaus erzählt Regisseur Tilmann Köhler die Geschichte als melancholischen Reigen und als Untergang eines Besessenen: beherzt gespielt und düster in Szene gesetzt.
Dass er das ermordete Mädchen von einer Handpuppe spielen lässt, die Johanna Kolberg mit Liebe führt, ist eine fantastische Idee und sorgt für surreale Atmosphäre. Den größten Schauwert des zweistündigen Abends besitzt das so schlichte wie famose Bühnenbild von Karoly Risz [...] Als abgehalfterter Polizist Matthäi, der immer verzweifelter einem Phantom hinterher jagt, gelingt Florian Lange das subtile Porträt eines Mannes, den es in eine selbstzerstörerische Obsession treibt [...] Fein durchdachten Aneignung des Dürrenmattschen Klassikers. Viel Beifall.

Rheinische Post
Annette Bosetti, 15.4.2017
Karoly Risz hat eine grandiose, augenfällige Bühne eingerichtet.
Sechs Personen und eine frappierend menschenähnliche Puppe führen das düstere Kammerspiel auf [...] Auffällig ist die von Johanna Kolberg geführte Puppe und von hoher Präsenz [...] Das Regieteam hat interessante Einfälle und Supereffekte umgesetzt. 

Westdeutsche Zeitung
Florian Sawatzki, 15.4.2017
Die zweistündige Inszenierung ist betont düster gehalten, kommt aber nie übertrieben morbide oder effekthascherisch daher. Der Fokus liegt auf Kommissar Matthäi, dessen immer größer werdende Verzweiflung eindrucksvoll von Schauspieler Florian Lange rübergebracht wird.
Das puristisch-kühle Bühnenbild überzeugt mit einem besonderen Kniff: Kurz nach Beginn baut sich eine große Spiegelwand auf, in der der Bühnenboden reflektiert wird. So wird eine zweite Spielebene geschaffen, die interessante Bildkonstellationen entstehen lässt. Zum Beispiel, wenn die Darsteller den schwarzen Bühnenboden mit bunten Kreidemalereien verzieren und sich dann in den gemalten Strichfiguren wälzen. Fazit: Der etwas andere Krimi ist auch in dieser Bühnenfassung eine gelungene Abrechnung mit den Stereotypen des Krimigenres.

nachtkritik.de
Martin Krumbholz, 13.4.2017
Raffiniertes Bühnenbild. Florian Lange spielt den Kommissar als eine massige, schwermütige, fast düstere Erscheinung, trotzig, aber nicht rebellisch oder gar fanatisch.
Der Epilog mit seiner makabren Pointe ist hochkomisch geraten.

Deutschlandradio Kultur
Stefan Keim, 13.4.2017
Ausgezeichnete Schauspieler!

theater:pur
Christa Fluck, 18.4.2017
Genial, irritierend und faszinierend erschaffen Regisseur Tilmann Köhler und Bühnenbildner Karoly Risz eine Welt des Unlogischen und Irrealen, des Undurchschaubaren und Trügerischen.
Märchenhaftes, Illusorisches, Gespenstiges, Bedrohliches, Reales und Fiktives mischen sich zu einem ergreifenden Szenarium [...] Dürrenmatts Intention, dass die Abläufe im Kriminalroman - wie im Leben - kein Schachspiel mit Happy-End seien, denen auf Grund schicksalhafter Störfaktoren nur zum Teil mit Logik beizukommen sei, sowie die brillante Sprache des gescheiten Textes finden in Düsseldorf in Adaption und Inszenierung eine grandiose Umsetzung und kongeniale Bebilderung. Zwei Stunden Spannung und beste Unterhaltung.

Besetzung

Dr. MatthäiFlorian Lange
Dr. H / MägendorferThomas Wittmann
Frau Moser / Frau HellerMinna Wündrich
Autor / Hausierer / FischerjungeKilian Land
Henzi / Herr MoserSebastian Tessenow
Annemarie / Ursula / PuppenspielJohanna Kolberg
Musiker (Kanun)Hesen Kanjo
PuppenbauFranziska Hartmann
LichtLutz Deppe
TheaterpädagogikThiemo Hackel

Dauer

2 Stunden — keine Pause

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