Auerhaus Pressestimmen
nachtkritik.de
Gerhard Preußer, 7.1.2017
»Kilian Land als Höppner beobachtet, Alexej Lochmann als Frieder ist der tragische Held, der in Zyklen von Depression und Ekstase, schelmischem Witz und unkontrollierter Wut, zwischen stierer Steifheit und korybantischer Tanzlust schwankend die Inszenierung immer wieder antreibt.«
»Robert Koall hat erhebliche Routine in Romandramatisierungen. [...] Seine Bearbeitung von "Auerhaus" hat eine schlichte, aber effektive Methode: verkürzen, Erzählertext auf Figuren verteilen und Dialoge herauspräparieren. So bleiben Gestus und Sprache des eher zögerlichen, beobachtenden Erzählers erhalten. Alles Gewicht liegt auf den Schauspielerinnen und Schauspielern. Robert Gerloffs Inszenierung bleibt ebenso bescheiden und wirkungsvoll [...] Kilian Land als Höppner beobachtet, Alexej Lochmann als Frieder ist der tragische Held, der in Zyklen von Depression und Ekstase, schelmischem Witz und unkontrollierter Wut, zwischen stierer Steifheit und korybantischer Tanzlust schwankend die Inszenierung immer wieder antreibt. Dazu eine Vera (Hanna Werth) als die lebenslustig entschlossene erotische Konsumentin und Cäcilia (Adrienne Lejko) als die adrett frisierte, abtrünnige Tochter aus gutem Hause. [...] Weder Roman noch Bearbeitung verfallen in eine Haltung von ›Schön war die Jugendzeit‹. Diese jungen Leute sind orientierungslos, gefährdet – und einige kommen unter die Räder. Es bleibt aber der Zauber des Zum-ersten-Mal-die-Welt-Verstehens, die einmalige Frische des Blicks, das ziellose Aufbegehren, die emphatische Trennung von allem Bisherigen.«

Deutschlandradio Kultur
Peter Claus, 9.1.2017
»Eine kluge Inszenierung, die dem lakonischen, von bitterem Witz gezeichneten Ton der literarischen Vorlage entspricht. Vor allem die sechs Schauspieler begeistern.«
»Auch sie agieren überwiegend leise, hintergründig, feinsinnig, lassen die Worte wirken, unterstreichen deren Gehalt geschickt, indem sie sich meist klug zurücknehmen. [...] So geht man denn auch als Zuschauer, der den Jugendjahren längst entwachsen ist, angeregt nach Hause - angeregt, über den Sinn des Lebens nachzudenken.«

Die deutsche Bühne
Ulrike Kolter, 9.1.2017
»Robert Koalls Theaterfassung von ›Auerhaus‹ ist klug verdichtet [...] Es gelingt die Gratwanderung bei der Uraufführung, was vor allem dem hervorragenden Ensemble zu danken ist. Und dem Kerngedanken von ›Auerhaus‹, jenseits aller Klischees: Sie ist nunmal so beschissen entscheidend und vergänglich, diese Lebensphase der Selbstfindung 18-Jähriger.«
»Robert Koalls Theaterfassung von ›Auerhaus‹ ist klug verdichtet, verteilt den Erzählerpart auf alle Beteiligten, schiebt Episoden ineinander und kürzt damit den ohnehin knappen Roman, der knapp ist in der Sprache wie der Erkenntnis. [...] Kilian Land als jugendlich naiver Höppner deklamiert vortrefflich den Großteil des Textes ins Publikum, der Frieder von Alexej Lochmann zeigt die krassen Brüche seiner Figur, zwischen Psychopharmaka-gedopter Euphorie zu Silvester (mit beeindruckender Breakdance-Einlage trotz Körperfülle) und der zweifelnden Einsamkeit eines Depressiven, der es jederzeit wieder tun würde. Vor allem aber ist der Harry des André Kaczmarczyk die Entdeckung des Abends: Grandios, wie er mit wenigen Gesten abwechselnd die übrigen Romanfiguren ausfüllt, vom buckligen Nachbarn der WG über den verhassten Lehrer „Turnschuh“ bis hin zum albernen Dorf-Polizisten. [...] doch gelingt die Gratwanderung bei der Uraufführung, was vor allem dem hervorragenden Ensemble zu danken ist. Und dem Kerngedanken von ›Auerhaus‹, jenseits aller Klischees: Sie ist nunmal so beschissen entscheidend und vergänglich, diese Lebensphase der Selbstfindung 18-Jähriger.«

Rheinische Post
Klas Libuda, 9.1.2017
»Das Theater verlässt man mit geröteten Wangen, beseelt und glücklich über ›Auerhaus‹ im Schauspielhaus.«
»Robert Gerloff hat das auf der kleinen Bühne im Central in Düsseldorf mit großem Herz und warmem Wohn- und Küchenlampenlicht inszeniert. Kilian Land spielt den zaudernden Verlierer und Erzähler Höppner, der ungefragt in die Welt geraten scheint, und der nun die Handlung dem Publikum zugewandt vorantreibt, um das Erzählte anschließend in meist recht kurzen Szenen mit seinen Kollegen zu bebildern. Alexej Lochmann macht aus dem lebensmüden Frieder keinen Trauerkloß, sondern einen nachdenklichen jungen Mann, der so stämmig ist, weil er die Last der Welt auf seinen Schultern trägt. Hanna Werth spielt Höppners Freundin Vera, die ihm meilenweit voraus ist, Adrienne Lejko ist die Oberstreberin Cäcilia, Rebecca Seidel gibt ziemlich glaubhaft die irre Brandstifterin Pauline. André Kaczmarczyk glänzt als schwuler Azubi Harry und in allen Erwachsenen-Rollen. Dafür kämmt er sich lediglich das Haar nach hinten, das ist dann glücklicherweise gar nicht so exaltiert wie oft am Theater: Seht her! Wir machen aus weniger mehr. Er macht's einfach. [...] Die Geschichte ist für die Bühnenfassung sacht zusammengestrichen, manches fehlt, aber nichts haben sie weggelassen. Ohne Furcht kann also auch derjenige ins Schauspielhaus kommen, dem das Buch wirklich etwas bedeutet.«

Westdeutsche Zeitung
Marion Troja, 09.1.2017
»Kilian Land und Alexej Lochmann gelingt es, die Freundschaft dieser ungleichen Männer Höppner und Frieder tragikomisch auf den Punkt zu bringen.«
»Lochmann überdreht völlig beim Tanzen, verrenkt seinen Körper zur Musik, robbt über den Boden und schließt zärtlich eine Axt in seine Arme. Lustig und bewegend zugleich ist es, wenn Land als betrogener Liebhaber mit großer Ernsthaftigkeit darüber referiert, dass er jetzt wohl Nebenkerl von Vera ist, warum eine Party keinen Spaß macht und ob die Liebe ein Kuchen ist, der weniger wird, wenn man ihn teilt. [...] Eine bedeutsame Zwischenzeit in der Reihe von Birth – School – Work – Death.«

taz
Regine Müller, 10.1.2017
»Die Uraufführung bleibt nah am Text und wird dafür gefeiert – völlig zu Recht. Ein Erfolg. Ein atmosphärisch dichtes, lakonisch sprechendes Stück über die Jugend.«

Deutschlandfunk
Alexander Kohlmann, 10.1.2017
»Das tolle an dem Abend ist, dass das Theater dieses Buch nicht einfach nur nacherzählt, sondern wirklich in etwas Neues verwandelt, in ein anderes Kunstwerk, das das Buch spiegelt. Ein großer Tipp, sich das in Düsseldorf anzugucken.«

Bayerischer Rundfunk
Stefan Keim, 8.1.2017
»Eine packende, berührende, zu Recht stark bejubelte Uraufführung, nach der die Prognose leicht fällt: ›Auerhaus‹ wird zu einem Dauerbrenner auf den Spielplänen werden, deutschlandweit.«

Süddeutsche Zeitung
Cornelia Fiedler, 10.1.2017
»Auf die Bühne gehört das Buch allein schon wegen der treffsicheren Dialoge und der angenehm unsauberen, nostalgiefernen Erzählweise.«

WDR 5 Scala
Martin Burkert, 09.1.2017
»Das Ensemble, besonders der männliche Teil, präsentiert sich in ausgezeichneter Form.«
»Kilian Land bringt Höppner als Figur und Erzähler souverän und glaubwürdig über die Rampe. Alexej Lochmann spielt zurückhaltend und berührend den lebensmüden Frieder. André Kaczmarczyk zeigt als Harry, sowie in mehreren Erwachsenenrollen, Witz und Satire. Regisseur Gerloff inszeniert feinfühlig mit komischen und tragischen Mitteln die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und vermeidet dabei verlogene Nostalgie. Einige Figuren scheitern traurig. Bei alledem wirbt die Aufführung warmherzig um ein neugieriges Verständnis für die Suche nach dem richtigen Weg.«

Besetzung

Choreografische MitarbeitMirjam Klebel
DramaturgieJanine Ortiz
TheaterpädagogikThiemo Hackel

Dauer

1 Stunde, 45 Minuten — keine Pause

Termine

Di, 15.05. / 20:00 - 21:45
Im Central, Worringer Straße 140
Nur noch wenige Vorstellungen
http://www.dhaus.de/
D'haus - Düsseldorfer Schauspielhaus, Junges Schauspiel, Bürgerbühne
Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf

Auerhaus

Central Kleine Bühne
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Karten & Preise

Preisgruppe Regulär Schüler/Studenten
Platzgruppe 4 14,00 € 7,00 €
Platzgruppe 7 29,00 € 7,00 €