Robert Neumann


theater:pur
Christa Fluck, 10.11.2015
Robert Neumann bringt diese anrührende Geschichte über die Freundschaft - die das Anders-Sein der Anderen kennen und schätzen lernt und am Ende jeden zu sich selbst führt – in ruhigen, überzeugenden Bildern auf die Bühne.
Er verzichtet darauf, mit den Figuren der Bösen zu schockieren und zu erschrecken, lässt vielmehr selbst die Böse Hexe in weiß-glitzerndem Prinzessinnen-Kleid ihre Macht vom obersten Steg aus entfalten und schickt als aggressiven Krähenschwarm nicht schwarze Ungeheuer, sondern weiß-rote Phantasie-Videos über die Bühnenwand. Licht- und Sounddesign, flirrender Gold- und Silberregen aus dem Bühnenhimmel sowie die behutsame Live-Streichmusik untermalen das Märchenhafte dieser leisen, gar nicht effekthascherische Inszenierung, die von einem eindringlich spielenden Ensemble getragen wird. Dabei besonders überzeugend und zu Herzen gehend, das selbstverständliche Mit- und Füreinander-Einstehen der vier so völlig unterschiedlichen Freunde mit all ihren Skurrilitäten.