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»Geschichte, unfertig ist sie in jedem Augenblick«, heißt es bei Sophokles. Selin Dörtkardeş erinnert uns mit »Antigone« aus der Inszenierung von Liesbeth Coltof am Jungen Schauspiel an die ständige Aufgabe des mitmenschlichen Miteinanders – auch oder vielleicht gerade jetzt, in dieser spannungsreichen, ungekannten Situation.
Wenn autokratische Staatsführungen die Gefahr der Corona-Pandemie leugnen, sind Menschen der Situation plötzlich schutzlos ausgesetzt. Die Theatermacher*innen Aglaia Pusch und Amauri Falsetti, die noch im Februar mit der japanisch-brasilianisch-deutschen Koproduktion »The Treasure / Der Schatz« Düsseldorfpremiere im Jungen Schauspiel feierten, senden in ihrer Botschaft aus São Paulo scharfe Gedanken zu der großen Probe in der sie uns alle sehen. Um die neue Zeit vorzubereiten, betonen sie die Bedeutung von internationalen Kontakten gerade jetzt.
Wir haben auch in den letzten Wochen unsere internationalen Beziehungen nicht stillstehen lassen. Für die kanadisch-deutsche Koproduktion zwischen Theater der Welt Düsseldorf und Jungem Schauspiel »Das Gewicht der Ameisen« von David Paquet haben wir weiter gearbeitet und geprobt. Zu sehen ist die deutschsprachige Erstaufführung ab 6. September als Saisonauftakt im Jungen Schauspiel. Einen ersten Eindruck in die Inszenierung für alle ab 12 Jahren bekommt ihr hier! Der Vorverkauf startet am 26.6.
Grüße aus dem Lockdown schickt Theaterautor Mike van Graan aus Kapstadt in Südafrika, der beim geplanten diesjährigen Festival Theater der Welt das Equity Forum in Düsseldorf geleitet hätte. Wie sehr Ausgangssperren und Versammlungsverbote den Kulturbetrieb in Südafrika treffen, schildert er in seiner Videobotschaft. Wie wird Covid-19 sich zukünftig auf die Künste und auf Festivals auswirken – das treibt ihn auch als internationalen Berater der EU und Unesco um.