Q-Tipp #8 — Natasha A. Kelly: Afrokultur — der Raum zwischen gestern und morgen

Neuentdeckungen | Ausgrabungen | Lieblingsbücher. Die Quarantäne-Tipps der D’haus-Dramaturgie – Heute mit einem Beitrag von Guy Dermosessian, Leitung Diversity am Düsseldorfer Schauspielhaus

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Kirstin Hess, Dramaturgin im Jungen Schauspiel, empfiehlt für die Quarantäne die junge Autorin Ameera Patel, die gekonnt filmische Mittel wie Cliffhänger, Cuts oder Suspension einsetzt und damit Stück für Stück das Bild einer Großstadtgesellschaft im zerklüfteten Südafrika zeichnet – die unserer gar nicht so fern ist.

»Es gibt Situationen, in denen man einfach eine Auszeit braucht und sich in Träume flüchten möchte. Ich lese dann immer Neil Gaiman. Der englische Schriftsteller, der seit mehr als zwanzig Jahren in den Vereinigten Staaten lebt, wird gern als Fantasy-Autor bezeichnet, auch wenn die Bezeichnung recht kurz greift.« — Ein Beitrag von Janine Ortiz
»Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien« ist erstens von 2001 und zweitens alles auf einmal: Einer der großen deutschen Schelmenromane, ein gewaltiges Sittenbild, eine Sozialstudie, ein vor Humor und prallem Leben platzendes Meisterwerk – nicht zuletzt ist es sprachlich eine Wundertüte. — Beitrag von Robert Koall

Neuentdeckungen | Ausgrabungen | Lieblingsbücher. Die Quarantäne-Tipps der D’haus-Dramaturgie – Heute von David Brückel und den Werken des israelischen Autors Etgar Keret
Science Fiction zieht ihre Kraft immer aus der Extrapolation gegenwärtiger Trends in die Zukunft. Isaac Asimovs 1957 erschienener Roman »Die nackte Sonne« entstand als Reaktion auf die Explosion der Kommunikationstechnologie nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Siegeszug der Videotelefonie wird von Science-Fiction-Autor*innen schon seit hundert Jahren heraufbeschwört – nie im Leben hätte sich wohl Asimov denken lassen, dass es erst einer Seuche bedürfe, um der Technologie im 21. Jahrhundert zu ihrem durchschlagenden Erfolg zu verhelfen …
Als Q-Tipp #2 empfiehlt Dramaturgin Felicitas Zürcher »Inferno« von August Strindberg: »Zugegeben, der Titel ist nicht gerade das, was man sich unter Erbauung vorstellt. Was aber der schwedische Literat und bekannter wie bekennender Frauenhasser in seiner freiwilligen Isolation in Paris veranstaltet, ist wie ein Absinthrausch und nur bedingt nachahmenswert.« Strindbergs »Ein Traumspiel« in der Regie von Andreas Kriegenburg erlebte die Generalprobe am Tag vor dem Shutdown und wird später am D'haus zu sehen sein.
Ferdinand von Schirach hat ein Stück über Sterbehilfe geschrieben, das »Gott« heißt. Die Produktion probt derzeit virtuell. Im Logbuch berichten die Beteiligten von ihren Erfahrungen. Den Anfang macht der Dramaturg Frederik Tidén.​
Neuentdeckungen | Ausgrabungen | Lieblingsbücher. Die Quarantäne-Tipps der D’haus-Dramaturgie — Heute von Felicitas Zürcher