Q-Tipp #5: Frank Schulz: Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien

Neuentdeckungen | Ausgrabungen | Lieblingsbücher. Die Quarantäne-Tipps der D’haus-Dramaturgie – Heute von Robert Koall

Kommentare



Das könnte Sie auch interessieren

In den vergangenen sechs Monaten bildete »Afrokultur — der Raum zwischen gestern und morgen« die Grundlage für ein Theaterstück, das am 3. Mai im Rahmen eines ganztägigen M(a)y Festes zum 60. Geburtstag der ghanaisch-deutschen Dichterin, Logopädin und Aktivistin May Ayim Premiere feiern sollte. Entlang der Biografien der Schwarzen Aktivist*innen W.E.B. Du Bois, Audre Lorde und May Ayim bringt Natasha A. Kelly Schwarze deutsche Geschichte, Gegenwart und Zukunft in einen globalen Zusammenhang und benennt aus postkolonialer Beobachtungsperspektive die andauernde Kolonialität in deutschen Bildungs- und Kultureinrichtungen und setzt die Dekolonialisierung dieser für eine gemeinsame Zukunft voraus.
Kirstin Hess, Dramaturgin im Jungen Schauspiel, empfiehlt für die Quarantäne die junge Autorin Ameera Patel, die gekonnt filmische Mittel wie Cliffhänger, Cuts oder Suspension einsetzt und damit Stück für Stück das Bild einer Großstadtgesellschaft im zerklüfteten Südafrika zeichnet – die unserer gar nicht so fern ist.

»Es gibt Situationen, in denen man einfach eine Auszeit braucht und sich in Träume flüchten möchte. Ich lese dann immer Neil Gaiman. Der englische Schriftsteller, der seit mehr als zwanzig Jahren in den Vereinigten Staaten lebt, wird gern als Fantasy-Autor bezeichnet, auch wenn die Bezeichnung recht kurz greift.« — Ein Beitrag von Janine Ortiz
Neuentdeckungen | Ausgrabungen | Lieblingsbücher. Die Quarantäne-Tipps der D’haus-Dramaturgie – Heute von David Brückel und den Werken des israelischen Autors Etgar Keret
Science Fiction zieht ihre Kraft immer aus der Extrapolation gegenwärtiger Trends in die Zukunft. Isaac Asimovs 1957 erschienener Roman »Die nackte Sonne« entstand als Reaktion auf die Explosion der Kommunikationstechnologie nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Siegeszug der Videotelefonie wird von Science-Fiction-Autor*innen schon seit hundert Jahren heraufbeschwört – nie im Leben hätte sich wohl Asimov denken lassen, dass es erst einer Seuche bedürfe, um der Technologie im 21. Jahrhundert zu ihrem durchschlagenden Erfolg zu verhelfen …
Als Q-Tipp #2 empfiehlt Dramaturgin Felicitas Zürcher »Inferno« von August Strindberg: »Zugegeben, der Titel ist nicht gerade das, was man sich unter Erbauung vorstellt. Was aber der schwedische Literat und bekannter wie bekennender Frauenhasser in seiner freiwilligen Isolation in Paris veranstaltet, ist wie ein Absinthrausch und nur bedingt nachahmenswert.« Strindbergs »Ein Traumspiel« in der Regie von Andreas Kriegenburg erlebte die Generalprobe am Tag vor dem Shutdown und wird später am D'haus zu sehen sein.
Ferdinand von Schirach hat ein Stück über Sterbehilfe geschrieben, das »Gott« heißt. Die Produktion probt derzeit virtuell. Im Logbuch berichten die Beteiligten von ihren Erfahrungen. Den Anfang macht der Dramaturg Frederik Tidén.​
Neuentdeckungen | Ausgrabungen | Lieblingsbücher. Die Quarantäne-Tipps der D’haus-Dramaturgie — Heute von Felicitas Zürcher