Off Stage: Selin Dörtkardeş fragt mit »Antigone« nach Mitgefühl und Solidarität


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Hanna Werth trifft in ihrem Ensemble-Talk – der aufgrund der aktuellen Lage ausnahmsweise im Web stattfindet – Alexej Lochmann und Eduard Lind! Sehen können Sie diese Late-Night-Show der Extraklasse auf unseren Online-Kanälen ab dem 27. Juni um 20:15 Uhr.
Die Schüler*innen-Vertretung des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Düsseldorf setzt ein Zeichen gegen Rassismus: Gemeinsam mit dem Jungen Schauspiel und ihrem engagierten Kollegium zeigen die 100 Schüler*innen Gesicht.
In Armin Petras‘ Inszenierung von Büchners »Dantons Tod« spielte Ron Iyamu die Figur des Toussaint Louverture, Anführer der Haitianischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts. Während der Proben entstanden verschiedene Videos als Material zur Inszenierung und zu den Figuren. Das Video von Ron Iyamu zieht den Gedanken einer Schwarzen Revolution ins Heute. Das Video entstand im September 2019.
Wenn autokratische Staatsführungen die Gefahr der Corona-Pandemie leugnen, sind Menschen der Situation plötzlich schutzlos ausgesetzt. Die Theatermacher*innen Aglaia Pusch und Amauri Falsetti, die noch im Februar mit der japanisch-brasilianisch-deutschen Koproduktion »The Treasure / Der Schatz« Düsseldorfpremiere im Jungen Schauspiel feierten, senden in ihrer Botschaft aus São Paulo scharfe Gedanken zu der großen Probe in der sie uns alle sehen. Um die neue Zeit vorzubereiten, betonen sie die Bedeutung von internationalen Kontakten gerade jetzt.
Was macht Menschen stark in Extremsituationen? Boris Cyrulnik ist einer der führenden Resilienzforscher. Als Sechsjähriger erlebte er als Jude die deutsche Besatzungszeit in Frankreich. In »Rette dich, das Leben ruft!« erzählt er seine Lebensgeschichte und hat damit ein Mut machendes Buch geschrieben.
Wir haben auch in den letzten Wochen unsere internationalen Beziehungen nicht stillstehen lassen. Für die kanadisch-deutsche Koproduktion zwischen Theater der Welt Düsseldorf und Jungem Schauspiel »Das Gewicht der Ameisen« von David Paquet haben wir weiter gearbeitet und geprobt. Zu sehen ist die deutschsprachige Erstaufführung ab 6. September als Saisonauftakt im Jungen Schauspiel. Einen ersten Eindruck in die Inszenierung für alle ab 12 Jahren bekommt ihr hier! Der Vorverkauf startet am 26.6.
Die Textpassage in diesem Videobeitrag ist ein kurzer Ausschnitt aus der Inszenierung »Mit der Faust in die Welt schlagen« nach dem gleichnamigen Roman von Lukas Rietzschel (Regie: Martin Grünheit). Dieser handelt von der rechtsextremen Radikalisierung der Brüder Philipp und Tobias.
Grüße aus dem Lockdown schickt Theaterautor Mike van Graan aus Kapstadt in Südafrika, der beim geplanten diesjährigen Festival Theater der Welt das Equity Forum in Düsseldorf geleitet hätte. Wie sehr Ausgangssperren und Versammlungsverbote den Kulturbetrieb in Südafrika treffen, schildert er in seiner Videobotschaft. Wie wird Covid-19 sich zukünftig auf die Künste und auf Festivals auswirken – das treibt ihn auch als internationalen Berater der EU und Unesco um.

Elfriede Jelinek hat eine Leidenschaft für Mode. In »Das Licht im Kasten (Straße? Stadt? Nicht mit mir!)« beschreibt die Literaturnobelpreisträgerin die Zumutungen von Mode sowie die ungeheuren Glücksgefühle beim Kaufen, den Zwang zum Mitmachen und die Sehnsucht hervorzustechen. Die Uraufführung feierte das Stück 2017 im Central. Schauspielerin Tabea Bettin beschreibt in ihrem Monolog die Poesie des Online-Bestellens.
Als K. ankommt, ist es überhaupt nicht zu sehen, das Schloss. Nebel und Finsternis umhüllen es, und trotzdem steht sein Gesetz über allem. Der Vorsteher (Thomas Wittmann) aus Franz Kafkas »Das Schloss« richtet sich in seiner Videobotschaft an den Landvermesser K.
»Als sei das alles der Webstuhl der Zeit und man selbst ein Schiffchen, das mechanisch am Schicksal webt.« Wolfgang Michalek führt uns mit Herman Melvilles weltberühmtem Roman »Moby-Dick« tief in den D’haus-Schiffsbauch hinein.