Geocaching bietet die Chance, von anderen Geocachern ausgewählte Orte zu entdecken. Unterstützt durch Koordinaten und Karten bewegt man sich bei dieser digitalen Schnitzeljagd scheinbar fremdgesteuert durch die Umgebung und entdeckt vieles aus einer neuen Perspektive. Am Ziel hinterlassen die Cacher im Logbuch vor Ort eine Spur. Ich war hier - ein Gefühl, das sie mit allen teilen, die sich ebenfalls ins Logbuch eingetragen haben. Der Klub der Digitalen Bürgerbühne »Die Verwunschenen« arbeitet an einem Stadtrundgang auf Geocaching-Art, um ihn ab der Online-Klubsause vom 12. bis 14. Juni für alle Neugierigen zu veröffentlichen. Alle sind eingeladen sich durch Düsseldorf führen zu lassen.
Elfriede Jelinek hat eine Leidenschaft für Mode. In »Das Licht im Kasten (Straße? Stadt? Nicht mit mir!)« beschreibt die Literaturnobelpreisträgerin die Zumutungen von Mode sowie die ungeheuren Glücksgefühle beim Kaufen, den Zwang zum Mitmachen und die Sehnsucht hervorzustechen. Die Uraufführung feierte das Stück 2017 im Central. Schauspielerin Tabea Bettin beschreibt in ihrem Monolog die Poesie des Online-Bestellens.
Als K. ankommt, ist es überhaupt nicht zu sehen, das Schloss. Nebel und Finsternis umhüllen es, und trotzdem steht sein Gesetz über allem. Der Vorsteher (Thomas Wittmann) aus Franz Kafkas »Das Schloss« richtet sich in seiner Videobotschaft an den Landvermesser K.
12 000 Paar Schuhe und ein Hasenkopf: Im zweiten Teil der Tour durch den Kostümfundus zeigt euch Theaterpädagogin Saliha Shagasi auch den Schuhfundus. Wieso Schuhe mit Klettverschluss im Theater ein echtes Revival erfahren, lernt ihr in der heutigen D’tour!
Corona hinterlässt Spuren – auch auf der Bühne. Zu erleben war das jetzt bei der ersten Generalprobe im Schauspielhaus unter Pandemie-Bedingungen. Gespielt wurde das neue Stück von Ferdinand von Schirach „Gott“. Darin geht es um das Thema Sterbehilfe.
Die Leiterin des Café Eden, Veronika Gerhard, erinnert sich: Eines Tages gab mir der Autor, Journalist und Kurator Michael Götting am Theater Ballhaus Nauynstraße in Berlin, wo wir beide arbeiteten, eine frische Druckfahne seines neuen Buchs in die Hand. »Contrapunctus« ist ein Roman, den er schon 2002 geschrieben hatte, den er aber erst 2015 veröffentlichte. In »Contrapunctus« dreht sich die Handlung um das Leben von vier Schwarzen Deutschen im Berlin der Jahrtausendwende.
Die Produktion »Gott« probt ab sofort nicht mehr digital — und Regieassistent Robert Zeigermann schildert, wie »Gott« aus dem Lockdown zurückkehrt.
Die Digitale Bürgerbühne lädt erstmals ein in einen virtuellen Ausstellungsraum. Präsentiert werden Ergebnisse aus dem Klub »Geteiltes Leid«, in dem Leiterin Julia Nakotte den Mitgliedern jede Woche eine neue Schreibaufgabe stellt. Entstanden sind Texte und Collagen, von denen wir einige auf diesem neuen Weg veröffentlichen. Teilweise sind sie vertont und Besucher*innen können sich die Beiträge anhören. Der virtuelle Raum ist mit einem PC/Laptop zu betreten, als Browser wird Chrome empfohlen. Mit Hilfe der Pfeiltasten kann man sich frei zwischen den Ausstellungsstücken bewegen.
36 000 Kostümteile findet man mittlerweile in unserem Kostümfundus, die das Ensemble für die jeweiligen Stücke auf den Leib geschneidert bekommen. Theaterpädagogin Saliha Shagasi führt durch die Gänge unseres großen D'haus-Kostümlagers.
Dramaturgin Kirstin Hess und Schauspielerin Noëmi Krausz zeigen in dieser letzten Folge unserer Reihe, wie am Theater eine Figur auf der Bühne zum Leben erweckt wird. Noëmi probt aktuell für die Inszenierung »Das Gewicht der Ameisen«, die ab dem 6. September für alle ab 12 Jahren im Jungen Schauspiel in der Münsterstraße zu sehen sein wird. Sie erzählt, was sie sich für ihre Rolle der Schülerin Jeannes überlegt und wie dabei Schritt für Schritt aus einer Idee eine leibhaftige Theaterfigur wird. Nachmachen ist auch diesmal unbedingt erwünscht.
In den vergangenen sechs Monaten bildete »Afrokultur — der Raum zwischen gestern und morgen« die Grundlage für ein Theaterstück, das am 3. Mai im Rahmen eines ganztägigen M(a)y Festes zum 60. Geburtstag der ghanaisch-deutschen Dichterin, Logopädin und Aktivistin May Ayim Premiere feiern sollte. Entlang der Biografien der Schwarzen Aktivist*innen W.E.B. Du Bois, Audre Lorde und May Ayim bringt Natasha A. Kelly Schwarze deutsche Geschichte, Gegenwart und Zukunft in einen globalen Zusammenhang und benennt aus postkolonialer Beobachtungsperspektive die andauernde Kolonialität in deutschen Bildungs- und Kultureinrichtungen und setzt die Dekolonialisierung dieser für eine gemeinsame Zukunft voraus.
Quarantäneskills on point: Anna-Sophie Friedmann hat Potenzial als neuer Star am Lip Sync-Himmel.